REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Hier könnt ihr euch über bekannte Bands, ihre neuen Alben, ihre Fehltritte ... auslassen

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gelal
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

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Band: Paganizer (S)
Genre: Death Metal
Label: Xtreem Music
Album Titel: As Mankind Rots
Spielzeit: 39:22
VÖ: 05.02.2026

Gegründet kurz vorm Millenium gehört Paganizer zu den umtriebigen Bands der Szene. Die Schweden um Gitarrist und Vocalist Rogga Johansson bringen es neben 13 Alben, diversen EPs, Demos, Splits und Compilationen ect.pp auf weit über 50 Veröffentlichungen, in 28 Jahren. Auch wenn Rogga (der noch in so vielen anderen Bands und Projekten am Start ist, dass man die aufzuzählen eine eigene Seite schreiben müsste) das einzige Gründungsmitglied der Band ist, so sind die anderen auch schon mindestens 10 Jahre dabei, und das hört man der neuen Scheibe auch an. Schließlich wurden schon die letzten vier Alben in dieser Besetzung eingetütet.
Album Nummer 14 nennt sich "As Mankind Rots" und wenn man sich die Titelliste anschaut, kann man sich schon ausmalen, um was sich das Thema der Platte dreht und was einen erwartet. Und da habt ihr die Scheibe noch nicht mal gehört.

Der Titelgeber startet das Album dann auch kompromisslos mit Hightspeed-Blast-Attacken am Schlagzeug, fiesen, fetten Riffs, einen pumpenden Bass und tiefen, mächtigen Death-Growls. Auch wenn das im ersten Moment den Anschein erweckt, man ballert in den nächsten 40 Minuten alles einfach in Grund und Boden, sieht man sich schnell getäuscht. So brutal das auch daherkommt, Paganizer bleiben immer variabel und spielen geschickt mit Tempo, Breaks und ja, auch Melodien. Natürlich sind letztere "nur" songdienlich und immer dezent eingebaut, sodass nichts an Brutalität verloren geht. In den melodischen Momenten bluten die Songs halt etwas harmonischer vor sich hin.

Immer wieder gibt es Extra-Akzente in den Nummern, mal sind es flirrende oder schreddernde Riffs, mal kurze, kräftige Anschläge oder auch mal, leicht in die Black Metal-Richtung schielende Vocals, die für Farbkleckse sorgen. Oder das immer wieder auftauchende und eher im Black Metal zu vernehmende, kurze "Bläh", was direkt zum nachmachen annimiert. Dabei kommen eine gewisse Montontonie und auch Death-typische Dissonanzen nicht zu kurz.
Ein Stück wie "A Testament To Madness" kommt teilweise schon mal doomig um die Ecke und stampft gegen Ende regelrecht aus den Boxen. "Afterworld" fährt mit dem Solo einen Extrapunkt ein und "Put On Your Gasmask" sorgt mit einem Maschiengewehr-artigen Drum-Part und Luftschutzsirenen für einen Aha-Moment. In "On Way To The Grave" hörst du zum Ende wie sich jemand sein Grab schaufelt und "Vanans Makt" kommt mit schreddernden und flirrenden Gitarren daher und klingt als würden Lifelover Death Metal spielen. Hier gibt es noch Gastgesang von Bulten von der schwedischen Punkband Lastkaj 14.

Dass das alles so mächtig durch die Anlage kommt, liegt nichtzuletzt an Ronnie Björnström, der auch bei anderen Projekten mit Rogga zusammenarbeitet und dieses Werk gemischt und gemastert hat.
Als ich das Album das erste mal hörte, musste ich direkt an eine Aussage von Andy Brings (hat mal bei Sodom die Klampfe bedient) denken, dass er heute Metal hasst, weil er ja keine Seele mehr hätte und alles nur noch gleich und laut klingen würde. Er sollte vielleicht mal hier reinhören, da strömt ihm selbst bei dieser fetten Produktion die Seele vom Paganizer-Death entgegen.

Fazit:
"As Mankind Rots" ist nicht einfach der Titel dieses Albums, nein es verströmt dieses "Verrotten" auch aus jeder Note und in "fast" jeder Sekunde. Wenn man Musik riechen könnte, würde die ganze Bude jetzt nach faulem Fleisch stinken. Hier blutet der Death Metal regelrecht, ist brutal, finster, morbide und voll aggressivem Chaos. Dabei verliert man aber nie die Abwechslung aus den Augen und weiß mit variablem Songwriting zu überzeugen, was immer wieder für Aha-Momente und Extra-Akzente in der Musik sorgt. So bringt man Old School Death, mit samt seiner Seele, über fast 30 Jahre hinweg ins Jetzt und Hier, ohne sich von den Wurzeln wegzubewegen.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: As Mankind Rots, Put On The Gasmask, Vanas Makt

Tracklist:

01. As Mankind Rots
02. Devoured
03. Aftermath Bleeder
04. Only Maggots
05. Put On Your Gasmask
06. Hollow
07. A Testament To Madness
08. Afterworld
09. The Rotting End
10. One Way To The Grave
11. Vanans Makt

Lineup:

Rogga Johansson - Guitars, Vocals
Dennis Blomberg - Guitars
Martin Klasén - Bass
Matte Fiebig - Drums

Guest Musician:

Bulten - female Vocals on Vanans Makt

https://www.facebook.com/paganizersweden
https://paganizer.bandcamp.com

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Band: Induction (D)
Genre: Symphonic Power Metal
Label: Reigning Phoenix Music
Album Titel: Love Kills
Spielzeit: 41:07
VÖ: 06.02.2026

Inzwischen ist die Band von Kai Hansens Sohnemann Timo Kanoa Hansen bei ihrem dritten Album angekommen. Das Debüt gefiel mir damals recht ordentlich, stellte es doch quasi eine symphonischere und leicht modernere Variante der Stamm-Bands Helloween und Gamma Ray dar. Das Folgewerk ging großzügig an mir vorbei, und nun fand ich es interessant, die Entwicklung dieses Projektes mal wieder zu beobachten.

Nach einigen Durchläufen lässt mich das neue Werk "Love Kills" etwas mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen ist hier erneut alles astrein knackig produziert und technisch einwandfrei eingespielt und es gibt massenweise schöne Melodien, satte Chöre und episch hymnische Parts. Auf der anderen Seite allerdings erliegt Induction einem aktuellen Trend zum Synthwave, der sich für mich inzwischen wie ein musikalischer Mandela-Effekt anfühlt.
So glaubt man ernsthaft, in den 80ern hätte JEDER Metalhead wohl Synthwave gehört, was einfach ein Irrglaube ist, den uns Streamingserien wie Stranger Things einbläuen wollen. Ich wuchs in genau dieser Zeit auf und niemand, der was mit härteren Gitarren am Hut hatte, mochte dieses Synth-Geblubber. Truppen wie Beast In Black und Battle Beast verloren daher schon vor einigen Jahren mein Interesse.

Dies nun vermehrt auf der neuen Induction zu hören, ist für mich also kein Pluspunkt, zumal dafür der symphonische Part zurücktreten muss.
Bis auf den Song "Dark Temptation" und den hymnischen, Gamma Ray-mäßigen "Beyond Horizons" bleiben die symphonischen Parts meist komplett aus. Und die weichen, moderneren Keyboardklänge reichen sogar so weit, dass ein Song wie "Strangers to Love" nach radiotauglichem AOR klingt. Dies klingt durch das Duett mit der Visions Of Atlantis Frontfrau Clementine Delauney zwar sehr schön, folgt aber direkt auf den harten Banger "Steel And Thunder" und scheint somit nicht wirklich ins Konzept zu passen.

Gefallen haben mir hingegen die teils opulenten und mehrstimmigen Choräle und Refrains, welche Songs wie den Opener oder den Titeltrack schön eingängig machen. Auch im Bereich Riffs und Solospiel wurde ich ordentlich bedient.
Lobenswert finde ich auch die Idee, wieder zum physischen Kauf zu animieren, indem man einen Titel namens "Gods Of Steel" auf die CD-Version packt, der mir zum Vorab-Anhören aber nicht vorlag. Für mich tatsächlich reizvoll, das Werk dann doch zu ordern.

Fazit:
Das neue Scheibchen von Induction war anders als erwartet und benötigt vielleicht einfach noch mehr Durchläufe bei mir, denn ich bin inzwischen doch etwas übersättigt von diesem "klebrig-süßlichen" Synthwave Einsatz im Metal Bereich. Dennoch liefert die Scheibe genug wuchtigen Breitwand- Power Metal um genug Spaß zu machen, und bietet viele eingängige Stücke an, die ordentlich abgehen und mit viel Abwechslung punkten können.
Definitiv zum Antesten empfohlen.

Punkte: 8/10

Anspieltipp: Steel And Thunder, Beyond Horizons, Love Kills

Tracklist:

01. Virtual Insanity
02. War Of Hearts
03. Dark Temptation
04. Steel And Thunder
05. Strangers To Love
06. Beyond Horizons
07. Gods Of Steel (Physical Release Exclusive)
08. Love Kills
09. I Am Evil
10. The Veil Of Affection
11. Empress

Lineup:

Gabriele Gozzi - Vocals
Tim Kanoa Hansen - Guitars
Justus Sahlman - Guitars
Dominik Gusch - Bass
Markus „Maks“ Felber Drums

https://www.facebook.com/inductionofficial
https://www.inductionofficial.com

Autor: Slaine

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Band: In Aeternum (S)
Genre: Black / Death Metal
Label: Soulseller Records
Album Titel: ...Of Death And Fire
Spielzeit: 43:27
VÖ: 06.02.2026

Die Schweden In Aeternum werden immer wieder als eine Mischung aus Black und Death Metal kategorisiert, und dabei vergisst man immer den hohen Thrash-Faktor, den die Band mitbringt. Und das nicht erst seit heute. Gegründet bereits 1992 als Behemoth und ab 1994 dann als In Aeternum unterwegs, veröffentlichte man zwischen 1999 und 2005 vier Studioalben. Am 6. Februar erscheint nun, knapp 21 Jahre nach dem letzten Album "Dawn Of A New Aeon", Album Nummer fünf, welches "...Of Death And Fire" betitelt wurde. Da das Lineup des neuen Albums dasselbe ist, wie beim letzten Werk 2005, zog ich dieses als Vergleich hinzu. Eins schon mal vorweg: An seiner Wucht und Brutalität hat das Trio auch 21 Jahre nach dem letzten Longplayer nichts eingebüßt, und auch die Spielfreude scheint ungetrübt.

Das neue Werk startet mit dem Intro "Danse Macabre", welches "fade in" mit Gitarrenlinie und Drums Spannung aufbaut und in "Beneath The Darkened Tomb" übergeht. Hier bestätigt sich direkt die Aussage, dass die Truppe nichts von ihrer Wucht und Brutalität eingebüßt hat. Sofort wirst du von rasenden Riffs in einer Schnittmenge aus Black, Death und Thrash überrollt. Die Schießbude feuert aus allen Rohren und der Bass pumpt Tiefe in die Nummer. In der Mitte der Nummer wechselt man in einen Midtempo-Part, der dich einmal kurz durchatmen lässt, ehe sich das Ganze wieder mit schreddernden und teilweise flirrenden Gitarren aufbaut und dir um die Ohren fliegt. Im nächsten Stück "The Day Of Wrath" geht man noch variabler zu Werke, baut kurze Soli ein, und auch die Death-typischen Dissonanzen sind hier noch deutlicher zu vernehmen. "Spirit Of The Death" groovt mal im Midtempo, mal in doomiger Schwere, kann aber auch ordentlich Gas geben.

In dieser Art und Weise geht man auf der ganzen Scheibe zu Werke, wobei jedes Stück immer seine ganz eigenen Momente aufweist. Davids Vocals, welche als Black Metal gefärbte Death-Growls daherkommen, stehen dabei in einer perfekten Symbiose mit der Musik. Selbst im absolut brutalen "Bow To None" kann man das aufrechterhalten. Hier klingen seine Vocals noch "fieser" als sonst. Aber auch hier spielt man geschickt mit dem Tempo, Soli und anderen Feinheiten.
Der letzte Titel der Scheibe beginnt mit Akustik-Gitarre und Regen, bevor er dann stampfend startet und sich zu einem mächtigen, donnernden Nackenbrechen aufbäumt. Hier gibt es auch einen gewissen Grad an Melodie zu vernehmen, "Spoken Words" und Gast-Vocals von Erik Danielsson (Watain, Blood Fire Death). Ein perfekter Abschluss für dieses Album.

Um beim Vergleich zum letzten Album zu bleiben. Was die Produktion angeht, so ist diese beim 2005er Album etwas dunkler ausgefallen, was der Wucht und der Authentizität keinen Abbruch tut. Die Produktion auf "...Of Death And Fire" ist dafür etwas "erdiger" ausgefallen, was ihr einen leicht rauen Charme verleiht.

Fazit:
Wer In Aeternum schon länger verfolgt, dem wird sofort klar, wer die Songs von "...Of Death And Fire" geschrieben hat. Die Trademarks der Schweden sind auf dem Album allgegenwärtig, ohne sich dabei selbst zu kopieren. Sie haben es geschafft, ein neues Album zu erschaffen, das den typischen Stil der Band widerspiegelt, verbinden Death und Thrash Metal mit einer starken Schwarzfärbung und versetzen das Ganze mit einer ordentlichen Portion Wucht und Brutalität. Und die bandeigene Aussage "In Aeternum plays fucking Death/Thrash metal from Sweden", unterschreibe ich zu 100 %.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: The Day Of Wrath, Bow To Non, To Those Who Have Rode On

Tracklist:

01. Danse Macabre
02. Beneath The Darkened Tomb
03. The Day Of Wrath
04. Spirits Of The Dead
05. Mortuary Cult
06. The Vile God Of Slime
07. Bow To None
08. De Profundis
09. Goddess Of Abominations
10. The Hourglass
11. To Those Who Have Rode On (Feat. Erik Danielsson)

Lineup:

David Larsson - Vocals, Guitars
Daniel Sahlin - Guitars, Bass
Perra Karlsson - Drums

Guest Musician:

Erik Danielsson - add. Vocals on To Those Who Have Rode On
Mira Sahlin - acoustic Guitar on To Those Who Have Rode On

https://www.facebook.com/inaeternumofficial

Autor: Thomas

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Band: Greyhawk (USA)
Genre: Heavy / Power Metal
Label: Cruz Del Sur Music
Album Titel: Warriors Of Greyhawk
Spielzeit: 49:37
VÖ: 13.02.2026

Vor inzwischen sechs Jahren stolperte ich per Zufall über das Erstlingswerk "Keepers Of The Flame" (die vorangegangene EP mal ausgeklammert) der traditionellen Heavy Metal Truppe aus Seattle namens Greyhawk. Eine spontane stilistische Nähe zu den legendären Heavy Load ließ mich aufhorchen und prompt landete das Scheibchen in einem meiner zahlreichen Regale. Die vor zwei Jahren veröffentlichte Nachfolgerscheibe "Thunderheart" blieb mir wegen zu hoher Importpreise leider verwehrt. Nun aber liefert Cruz Del Sur Records den dritten vollwertigen Output zu einem hoffentlich angemessenen Preis im kommenden Monat.

Nach dem Anhören des Werkes schickte ich direkt mehrfach ein Stoßgebet zu den Göttern des True Metal, dass mir das Glück beistehen möge und dieser Kracher in meinem "Dungeon of Steel" ein Zuhause finden werde.
Okay – ich finde gerade selbst "cringe" was ich hier schreibe, und werde meine Begeisterung zügeln … Slaine, Du bist ERWACHSEN.
Das neue Album ist, so man denn dem klassischen True Heavy Metal zugeneigt ist, ein Fest von Anfang bis Ende. Tatsächlich lässt sich wirklich kein einziger Ausfall nennen, aber ich versuche dennoch, ein wenig Kritik dazulassen, denn hier und dort sitzt mal ein Refrain nicht ganz so fett und episch wie auf den übrigen Titeln. Davon abgesehen gibt es eine Vollbedienung sondergleichen.

Hier ist alles rund, knackig, hymnisch und mit fetten, mehrstimmigen Chorälen und Gangshouts sowie erstklassigem Solospiel aufgewertet. Von rasend schnellen Brettern wie "Land Of Ashes", "Hyperspace" oder dem melodischeren "Endless Race", kraftvoll rockenden Titeln wie "Take A Stand" oder "Embers Rise", hin zu fetten Hymnen wie "Ascension", dem gelungenen Opener und dem einfach grandiosen Titeltrack.
Einige Songs werden zudem noch mit einigen Keyboards ergänzt und bekommen damit eine AOR-Schlagseite verpasst, die aber hervorragend mit der Stilistik harmoniert, was am besten beim Rausschmeißer "Eternal Quest" zur Geltung kommt.
Die Produktion von Henrik Udd ist zudem erstklassig. Immerhin hat er auch schon zahllose andere Bands produziert, von Crystal Eyes bis Dream Evil.

Fazit:
So darf dieses Jahr gern musikalisch beginnen. Greyhawk liefern eines der besten klassischen Heavy Metal Alben ab, die ich seit Monaten gehört habe. Wer es also traditionell, oldschoolig und hymnisch mag, der kommt an diesem Brett nicht vorbei.
Spätestens seit diesem Album sollten die Männer aus Seattle ihren Stil für sich gefunden haben, und spätestens jetzt muss ich irgendwie das letzte Werk nachrüsten. Greyhawk gehören gesammelt, denn sie sind grandios im Schaffen wahrer Heavy-Metal-Hymnen.

Punkte: 10/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Ascension
02. Land Of Ashes
03. Take A Stand
04. Endless Race
05. Warriors Of Greyhawk
06. Words Of Power
07. Chosen
08. Hyperspace
09. Embers Rise
10. Rise Above
11. Eternal Quest

Lineup:

Anthony Corso - Vocals
Jesse Berlin - Guitars
Rob Steinway - Guitars
Darin Wall - Bass
Nate Butler - Drums

https://www.facebook.com/greyhawkheavymetal
https://greyhawkmetal.bandcamp.com

Autor: Slaine

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Band: Glorious Bankrobbers (S)
Genre: Hard Rock
Label: Wild Kingdom Records
Album Titel: Intruder
Spielzeit: 40:49
VÖ: 27.02.2026

Geil, mal wieder kerniger Hard Rock aus Schweden; war mein Gedanke, als ich die Gelegenheit bekam, das neue Album der mir unbekannten Band unserer nördlichen Nachbarn zu rezensieren. Die Anfänge der Truppe gehen jedoch schon in die frühen 1980er zurück. Nach zwei längeren Pausen zwischen 1990 und 2007 und ab 2007 erscheinen ab 2023 wieder regelmäßig Alben.

Das neueste Werk heißt "Intruder". Die Spielzeit von gut 40 Minuten verspricht kompakte, rockende Songs, und so geht es im gleich zu Beginn platzierten Titelstück mit seinem aufblendenden Intro gut zur Sache. Das Album hat zwölf Songs, elf davon sind eher straighte Rocker und eines ist die Ballade "Jane".

Obwohl "Intruder" kein Konzeptalbum ist, zieht sich eine Linie klar durch das ganze Werk. Geboten wird nämlich hart gespielter, klassischer Rock ’n’ Roll, wobei die Songs durchweg grooven und gut ins Ohr gehen. Ausflüge in andere Genres und interessante musikalische Ansätze sorgen dabei für Abwechslung. So erinnert der Album-Closer mit seinem Boogie etwas an T-Rex und die immer mal wieder durchklingende Harmonika sorgt für zusätzliche Würze. Mit "Black Jonas" hat die Truppe sogar einen leicht psychedelisch angehauchten Song im Repertoire.
Die recht helle und gleichzeitig raue Stimme vom Leadsänger Olle passt perfekt zu den Titeln. Im Chorus wird der Gesang regelmäßig durch die anderen Mitglieder verstärkt. Die Gitarren haben genügend Auslauf und die Produktion hat für ein ausgewogenes Verhältnis von Musik einerseits und Gesang andererseits gesorgt.

Trotz allen Lobs klingen viele Songs ähnlich. Ein oder zwei Titel mehr wie "Down", das sich mit seinem schleppenden Rhythmus langsam aufbaut, wären schön gewesen. Die orchestrierte Ballade "Jane" fällt natürlich völlig aus dem Rahmen, schafft es aber zum Glück, nicht allzu kitschig rüberzukommen. Als vorletztes Stück ist sie aber fehlplatziert, da am Ende noch ein schneller Titel folgt. Hier wäre es passender gewesen, sie ganz ans Ende des Albums oder in dessen Mitte zu setzen.

Fazit:
Das neue Werk der "glorreichen Bankräuber" überzeugt. Alle Titel gehen gut ins Ohr und das ganze Album lässt sich immer wieder durchhören. Angesichts der kurzen Spielzeit der meisten Titel bleibt es nicht aus, dass sie gegen Ende oft in Wiederholungen des Refrains münden, aber das ist zu verschmerzen. Wer hart gespielten Rock ’n’ Roll mag, liegt hier goldrichtig.

Punkte: 7/10

Anspieltipp: We Can Go Higher, Black Jonas, Down

Tracklist:

01. Intruder
02. We Can Go Higher
03. Rollin’ In Hollywood
04. Rabbit Hole
05. Come Rain Come Shine
06. Black Jonas
07. Ready For The Good Times
08. Down
09. Vampire
10. You Let The Devil In
11. Jane
12. Starstripped Western Boots

Lineup:

Olle Hillborg - Vocals, Harmonica
Jonas Petersson - Guitars, Vocals
Jojje Vamvatsicos - Bass, Vocals
Bentan - Drums, Vocals

https://www.facebook.com/offisialhomepage
https://www.gloriousbankrobbers.com

Autor: Udo

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Band: Unverkalt (GR/D)
Genre: Post Black Metal
Label: Season Of Mist
Album Titel: Héréditaire
Spielzeit: 50:09
VÖ: 27.02.2026

Die griechisch-deutsche Band Unverkalt einem speziellen Genre zuzuordnen, ist schwer. Einerseits dringen Klänge an dein Ohr, welche wir aus dem Dark- und Gothic-Rock/Metal kennen und die auch schon mal einen depressiven Touch haben. Andererseits gibt es brachiale Black Metal Ausbrüche, die auch immer wieder Chaos verbreiten. Dieses Gemenge aus den zarten, harten und brachialen Sounds gibt der Band einen großen Wiedererkennungswert und macht das dritte Album "Héréditaire" zu einem sehr interessanten Werk, welches immer auch postmetallische Züge trägt. Nach mehrmaligem intensivem Hören der Scheibe, kann ich folgende Bandaussage ziemlich gut nachvollziehen.
Zitat: "Unser Ziel war es immer, sanftere, romantischere Elemente mit extremem Chaos zu verbinden. Mit "Héréditaire" ist diese Zeit nun gekommen“, sagt der Gitarrist und Hauptkomponist der Band, Themis Ioannou. "Dieses Album ist eine Klage über etwas, das weit älter ist als unsere Existenz. Es spricht von dem, was durch Generationen sickert, auf der Suche nach einer Antwort auf eine allgegenwärtige Frage: Was tragen wir mit uns, das nie uns gehörte?"

Der Albumstart "Die Auslöschung" beginnt einerseits dunkel und bedrohlich, trägt aber auch eine sanfte Schönheit in sich. Die leicht raue, verzerrte Instrumentierung und Dimitras zarte, "weinerliche" Stimme erzeugen Melancholie, bevor ein brachialer Black-Metal-Ausbruch mit schreddernden Gitarren, Blast Beats und kehligen Vocals das Ganze aufreißt und das oben erwähnte Chaos verbreitet. Im Verlauf des Songs wechseln sich beide Stile ab und kommen im hinteren Teil auch zweistimmig daher. Dimitras Vocals klingen dort aggressiver und erinnern an Bands aus dem Bereich des depressiven Black Metal.

Die Songs des Albums sind alle zwischen knapp 5 und etwas über 6 Minuten lang und weisen alle diesen Wechsel zwischen sanften und brachialen Parts auf, sind dennoch nicht vorhersehbar und wissen immer eigene Akzente zu setzen. So trägt "Ænæ Lithi" orientalische Züge in sich und "A Lullaby for the Descent" zeigt sich mit einer feinen Akustikgitarre und flirrenden Riffs. Hier einen Favoriten zu finden, ist nicht einfach. Wahrscheinlich haben 9 von 10 Hörern einen anderen parat.
Ein Stück wie "Penumbrian Lament" kommt dann umgekehrt daher. Hier beginnt man mit brachialem Black Metal und im ruhigen Part klingt Dimitra gesanglich fast wie Anna Varney (Sopor Aeternus). Dieses Stück ist mein heimlicher Favorit des Albums. Hier finde ich die obige Aussage von Themis am besten umgesetzt. "I, The Deceit" klingt rau, verströmt, durch die flüsternden Vocals zu Beginn, eine gewisse Mystik und bricht dann mit brachialem Black Metal über dich herein. Hier leiht Saki Tolis von Rotting Christ dem Song seine Vocals. Auch dieses Stück setzt das Thema der Platte musikalisch hervorragend in Szene.

Beim ersten und ja, auch beim zweiten Durchlauf der Scheibe, hatte ich das Gefühl, dass der Gesang, respektive die Vocals, etwas zu sehr in den Hintergrund gemischt sind. Nun, ein paar Tage und intensiveres Hören später, würde ich behaupten: besser hätte man das gar nicht machen können. Denn dadurch, dass die Vocals nicht so im Vordergrund stehen, kann die Musik ihre Wirkung erst richtig entfalten. Zudem kommt die Produktion durch die raue Note sehr authentisch daher.
Wer sich auf dieses Album einlässt, sollte sich Zeit nehmen, denn es ist nichts zum nebenbei hören. Hier gilt es, einzutauchen in das musikalische Universum von Unverkalt. Wer das schafft, der wird mit großen Klanglandschaften und emotionaler Tiefe belohnt.

Fazit:
Das dritte Unverkalt Album ist nichts für Puristen. Hier gibt es Musik für Leute, die über den Tellerrand schauen und die Musik erkunden wollen. "Héréditaire" hat große Kompositionen zu bieten, welche melancholische Schwere, sanfte "Gothic-Romantik", Trauer und aggressiven Black Metal verbindet und mit einem postmetallischen Schleier umgibt. Dieses Album sorgt für ein intensives, abwechslungsreiches und interessantes Hörerlebnis, welches in dieser Konstellation eine Ausnahmestellung im Genre einnimmt.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Die Auslöschung
02. Oath Ov Prometheus
03. Ænæ Lithi
04. A Lullaby For The Descent
05. Penumbrian Lament
06. Introjects
07. I, The Deceit
08. Death Is Forever
09. Maladie De L'esprit

Lineup:

Dimitra Kalavrezou - Vocals
Eli Mavrychev - Guitars, Vocals
Themis Ioannou - Guitars, Keys
Yoshi Hoya - Bass
Christian Eggers - Drums

Guest Musician:

Sakis Tolis (Rotting Christ) - Vocals on I, The Deceit

https://www.facebook.com/Unverkalt
https://www.unverkalt.com

Autor: Thomas

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Band: Mega Colossus (USA)
Genre: Heavy Metal
Label: Cruz Del Sur Music
Album Titel: Watch Out!
Spielzeit: 44:10
VÖ: 06.03.2026

So, so. Der Albumtitel des nunmehr fünften vollwertigen Albums der in North Carolina ansässigen Band Megal Colossus trägt den Titel "Watch Out!". Was laut Information des Labels an Dios "lookout" Rufe in seinen Songs angelehnt ist. Unterschwellig haben wir hier also eine Verneigung vor Ronnie James Dio zu tun? Wenn dem so sein sollte, ist dieses Unterfangen leider gescheitert, was nicht bedeutet, dass das Album schlecht ist.

Stilistisch bewegen sich die Songs der fünf Männer aber eher im NWOTHM, der sich in erster Linie an einem sehr stark spürbaren Iron Maiden Einfluss orientiert. Gesanglich allerdings etwas klarer und dennoch kraftvoll, am ehesten vergleichbar mit dem Frontmann der noch recht unbekannten, Frankfurter Epic Metal Band On Atlas Shoulders.
Auch instrumental scheint immer wieder ein Hauch an Epic Metal durch die Maiden-artigen Riffwände hindurch, was sich dann auch gut mit den Refrains ergänzt. Diese sind allerdings nur einprägsam genug, wenn man mehrstimmige Passagen einsetzt.
Dann bleibt man aber entgegen seiner Stilauswahl auch nicht konsequent und streut mit Nummern wie "Good Hunting" ein Melodic Metal Stück ein. Dieses klingt eher nach Thin Lizzy meets Axxis oder so ähnlich. Einen Song wie "Here Lies You" durchsetzt man mit überwiegend balladesken Einschüben und ansonsten fast an Alternative Rock erinnernden Passagen.

Auf der Habenseite haben wir einen recht transparenten Sound und stets ordentliche Riffs und Solos. Vor allem das Solospiel im Duell mit manchen Twin-Lead-Gitarrenpassagen kann gut gefallen und macht Spaß beim Zuhören.
Technisch gefiel mir das Ganze also durchaus, nur hätte es mehr mitreißende und eingängige Titel wie "Battlefront" und "Tag In Your Friend" gebraucht, um mich wirklich zu begeistern. Im finalen Acht-Minuten Epos "Bloodless" beginnt man erst als solider Hymnen-Stampfer, verliert sich dann aber etwas zu sehr in progressiven Passagen und viel Instrumental-Geplänkel.

Fazit:
Mega Colossus liefern zwar durchaus ein interessantes Stück echten Heavy Metals ab, klingen dabei aber ein wenig unentschlossen. Durch die verschiedenen Einflüsse, die aber nicht wirklich rund harmonieren, hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, einen Zugang zu finden. Man ist weder Maiden-Klon noch wirklich Epic Metal und auch kein Classic Rock/Metal der Dio- oder Thin Lizzy-Schiene.
Alles mögen Einflüsse sein, aber daraus etwas Eigenes, Funktionierendes zu kreieren, gelingt hier leider nicht immer. Mit Luft nach oben und weil ich doch gut unterhalten war …

Punkte: 6,5/10

Anspieltipp: Battlefront, Tag in Your Friend, Good Hunting

Tracklist:

01. The Bad Thing
02. Battlefront
03. Tag In Your Friend
04. Good Hunting
05. The Halls Of Mystikos
06. Here Lies You
07. Bloodless

Lineup:

Sean Buchanan - Vocals
Chris Millard - Guitars
Bill Fischer - Guitars
Anthony Micale - Bass
Doza Mendoza - Drums

https://www.facebook.com/colossusmetal
https://meltedfaces.com

Autor: Slaine

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Band: Triumpher (GR)
Genre: Heavy / Power Metal
Label: No Remorse Records
Album Titel: Piercing The Heart Of The World
Spielzeit: 44:44
VÖ: 06.03.2026

Die griechischen Krieger des wahren Stahls sind zurück! Triumpher veröffentlichen Anfang März 2026 ihr drittes Langeisen mit dem verheißungsvollen Titel "Piercing The Heart Of The World". Mein metallisches Herz haben sie schon seit ihrem Vorgänger im positiven Sinne durchstochen. Seit 2024 verfolge ich die Truppe um ihren episch angehauchten Heavy Metal der bombastischen Art. Daher habe ich mir ihr neues Werk gleich gekrallt.

Gleich der Opener lässt keine Wünsche offen. Ein treibendes Schlagzeug, stakkatoartiges Riffing und majestätische Samples drücken mit aller Wucht in mein Gesicht. Die Stimme von Mars gemahnt sehr stark an Eric Adams, gerade was die Farbe und Bandbreite von Tonlagen immer wieder ausmacht. Sehr deutlich wird dies bei den Screams wie am Ende von "Destroyer" oder auch in den ruhigen, balladesken Momenten wie am Anfang bei "Ithaca (Return Of The Eternal King)". Die Bassläufe von Stelios ab Minute 4:15 bei "The Mountain Throne" könnten auch von Joey de Maio sein, was Klangbild, Anschläge und Vordergründigkeit betrifft.

Trotzdem klingen Triumpher mit ihren Titeln eigenständig und frisch. Schönster Epic Heavy Metal, der melodisch und doch hart sein kann. Eingestreut werden auch immer wieder mehrstimmige Gitarrensoli und Riffings. Die Lieder laden nach kurzen Durchläufen zum Mitsingen und Abfeiern ein. Verantwortlich sind dabei auch die choralen und mehrstimmigen Vocals, welche in den Strophen und Refrains zum Besten gegeben werden. Man möchte einfach durchgehend die Faust ballend zum Himmel strecken und voller Inbrunst seine Fratze zur verehrenden Entzückung verziehen.

Fazit:
Auch auf ihrem dritten Album beweisen Triumpher, dass sie feinsten Heavy/Powermetal der traditionellen Art erschaffen können. Auf der gesamten Länge ist kein einziger lahmer Moment dabei. Kraftvoller, epischer Stahl, geschmiedet in den Feuern der alten Helden (Manowar, Virgin Steele und Schlachtenbrüder). Uneingeschränkte Empfehlung für alle Old-School-Traditionalisten und Verfechter des wahren Metals!

Punkte: 9/10

Anspieltipp: Destroyer, Ithaca (Return Of The Eternal King), Erinyes

Tracklist:

01. Black Blood
02. Destroyer
03. The Mountain Throne
04. Ithaca (Return Of The Eternal King)
05. Vaults Of Immortals
06. The Flaming Sword
07. Erinyes
08. Naus Apidalia

Lineup:

Mars Triumph - Vocals
Christopher Tsakiropoulos - Guitars
Mario Ñ Peters - Guitars
Stelios Zoumis - Bass
Agis Tzoukopoulos - Drums

https://www.facebook.com/Triumpher.official
https://triumpher.bandcamp.com

Autor: Blacky

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Band: Black Lung (USA)
Genre: Psychedelic Doom Rock
Label: Magnetic Eye Records
Album Titel: Forever Beyond
Spielzeit: 35:34
VÖ: 06.03.2026

Aus Baltimore kommt mir dieser Tage eine Truppe unter, die mich mit ihrem fünften Album "Forever Beyond" direkt in ihren Bann gezogen hat. Ich bin nicht gerade ein Freund von politischen Aussagen von Künstlern auf der Bühne, da das immer einen gewissen "Gutmenschen-Unterton" in sich trägt. Als ob man dem Publikum beweisen müsste, dass man nicht auf der "falschen" Seite steht. Gerade in der Metal-Szene wurde früher immer viel Wert auf "unpolitisch sein" gelegt. Was natürlich nicht bedeutet, als Individuum selbst nicht politisch zu sein.
Anders sieht es natürlich aus, wenn sich eine Band in ihren Songs entsprechend präsentiert, denn dann ist es sozusagen die Essenz ihres Schaffens. Dies trifft auf die Amis Black Lung zu, die sich in ihren Songs auch mit den politischen Umwälzungen in den USA, mit der Verlockung des Faschismus, blindem Nationalismus und der Oligarchie der Konzerne auseinandersetzen. Die bekennenden Trump-Gegner und Antifaschisten liefern auf ihrem neuen Album eine Symbiose aus psychedelischer Atmosphäre, rauem Stoner-Charme, doomiger Schwere und hochmelodischen Riffs.

Schon der Opener "Traveler" zeigt, wie man einer Nummer mit seiner Melodik eine gewisse Leichtigkeit verleiht, auf der anderen Seite aber auch eine gewisse Schwere mit trotzigem Unterton verpasst. Die Nummer holt den Hörer sofort mit ins Boot. Die anderen Stücke des Albums schließen da nahtlos an und beweisen ein ums andere Mal, das Gespür für großartiges Songwriting. Was sehr beeindruckt, ist das Zusammenspiel von hellen Melodien, rauen Riffs und einem pumpenden Bass, welcher trotz des "hellen" Klangs nicht untergeht, sondern absolut präsent ist.
Auch wenn es mal zarte "Piano-Klänge" gibt, wie in "Savior", bleibt man druckvoll. Die markante Stimme von Dave, welche die psychedelische Note hervorragend betont und immer einen anklagenden, aber auch traurigen Touch in sich trägt, ist da das i‑Tüpfelchen auf diesen und auch den anderen Songs. Wenn wie hier auch noch längere Instrumentalparts auftauchen, dann schwebt der Hörer auf diesen fast aus dem Raum. Man verliert sich regelrecht in einer Dimension außerhalb des menschlichen Verständnisses. Dann schlägt die psychedelische Seite des Albums gnadenlos zu: Sie ist rau, schwer und baut Spannung auf, kommt mit Sabbath-mäßigen Riffs daher und verbreitet gegen Ende einen sphärischen Touch. Ganz starkes Stück.

Die Truppe um Multi-Instrumentalist Dave Cavalier hat ihren Stil immer weiterentwickelt und ihrem Sound absoluten Wiedererkennungswert verpasst. Ja, es gibt so einige, die ebenfalls diese Mischung der oben genannten Stile für sich entdeckt haben, aber die Jungs aus Baltimore haben eine unnachahmliche Mischung aus den vorhandenen Zutaten erschaffen, welche sie einzigartig macht. Ihre Anklagen gegen das Establishment und die Ungerechtigkeit der Gesellschaft verströmen eine gewisse "freudige" Trotzigkeit. Die Produktion setzt das Ganze absolut passend in Szene. Wenn man das mit Schüssen auf eine Zielscheibe vergleichen möchte, dann würde man wohl sagen: "Jeder Schuss ein Treffer". Hier also: Jede Note trifft genau den Nerv des geneigten Hörers. Einzig die Kürze der Scheibe sorgt für Abzüge in der B-Note.

Fazit:
Black Lung haben mit "Forever Beyond" ein Album am Start, was die Ausnahmestellung der Band unterstreicht. Großartige Kompositionen vereinen verschiedene Stile und erschaffen Klangwelten, welche den geneigten Fan fesseln und in ihren Bann ziehen. Eine Anklage gegen das Establishment, gegen Faschismus und die Ungerechtigkeit so zugänglich zu verpacken, kann wohl niemand so gut wie Black Lung. Ein Album mit klarer Aussage und Botschaft, welche den einen oder anderen eventuell aufwachen lässt.

Punkte: 9,5/10

Anspieltipp: Traveler, Forever Beyond Me, Scum

Tracklist:

01. Traveler
02. Death & Co.
03. Savior
04. Follow
05. Forever Beyond Me
06. Border Hoarder
07. Scum

Lineup:

Dave Cavalier - Vocals, Guitars
Dave Fullerton - Guitars
Charles Braese - Bass
Elias Schutzman - Drums, Percussions, Mellotron, Synths, Bouzouki

Guest Musician:

Ms. Sara - Vocals on Traveler
Robert Karpay - Cello on Follow

https://www.facebook.com/blacklungbaltimore
https://blacklungband.bandcamp.com

Autor: Thomas

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Band: Nuctemeron (D)
Genre: Blackened Speed Metal
Label: I Hate Records
Album Titel: Demonic Sceptre
Spielzeit: 41:16
VÖ: 13.03.2026

Fvkkin' Hell Yeah... Endlich!!! Das längst überfällige und von mir sehnsüchtig erwartete Debütalbum von Nuctemeron liegt zum Review vor. Verfolge ich die Truppe doch schon seit ihrer Gründung im Jahr 2014 mit ihren EP- und Compilation-Veröffentlichungen. Das schwedische Label I Hate Records aus Norrköping wird den Einstand mit dem Titel "Demonic Sceptre" veröffentlichen. Dazu ist der Releasetag auch gleich noch passend, genau an einem Freitag, dem 13. im März 2026!

Unheilvoll wird der Silberling von dem reinen, fast dreiminütigen Instrumental "Fresh Blood For The 13th Coffin" eröffnet. Regen fällt, sphärische Klänge eines Keyboards ertönen dezent im Hintergrund und künden von der Ruhe vor dem Sturm. Nahtlos schließt sich der Opener "The Bat" an.

Nuctemeron sind bekannt für ultraschnelles Riffing und Soligefidel von Herrn Exterminator, einen drückenden Bass von Lady Volcanic Slut und die wild eindreschende Schießbude von Mister Christhunter. Dazu gesellt sich der herrlich, kratzige Keifgesang von Frontmann Lunatic Aggressor. Die Musik ist wütend, schnell und schön rau aufgenommen, ohne aber an klanglicher Qualität und Intensität einzubüßen.

Musikalisch und gesanglich bewegen sich Nuctemeron irgendwo zwischen Nifelheim und Venom, was mir persönlich total gut taugt. Diese "schmutzige" Klangfarbe der Songs zelebriert hier fiesen, schwarzen Straßenköter-Rock 'n' Roll. Auch optisch gibt es bei den Herren und der Dame viel Leder, Nieten und Spikes zu bewundern. Schwarze Augenränder, Stretch und alles, was ebenso zum herrlich klischeebeladenen "Quorthon/Cronos Look" dazugehört. Wenn dann die Stücke noch mit Sirenengeheul, Bombeneinschlägen und infernalischen Schreien eingeleitet werden, kann eigentlich fast nichts mehr schiefgehen.

Auch in den stampfigen und somit "ruhigeren" Momenten groovt Nuctemeron immer noch alles in Grund und Boden. Alle Titel sind echte Banger geworden und bieten in den gut 40 Minuten keine Schwachstelle.
"Fuck Off!!! (In The Name Of Evil)" und "Rape From The Grave" wurden bereits veröffentlicht und auch das abschließende Venom-Cover "Angeldust" als Bonus, war auf der vorangegangenen EP bereits vertreten.

Fazit:
"Demonic Sceptre" ist eine wirklich authentische Darbietung von feinstem, blitzschnellem Speed Metal Geballer und Gebolze in einer Kreuzung von Venoms Rumpel-, und Nifelheims Räudigkeitsfaktor. Eine unverzichtbare Scheibe für Liebhaber von schwarz angehauchten Klängen von vorher genannter Mucke. Bier aufmachen, alle Regler auf Maximum und abhotten!

Punkte: 9,5/10

Anspieltipp: Alles

Tracklist:

01. Fresh Blood For The 13th Coffin
02. The Bat
03. After Violent Storm
04. Under Devil’s Command
05. Fuck Off!!! (In The Name Of Evil)
06. Burn My Skin To Leather
07. Rape From The Grave
08. Metallic Thunder
09. Brandish The Hammer Of Hell
10. Angeldust (Venom Cover / Bonustrack)

Lineup:

Lunatic Aggressor – Vocals
Exterminator – Guitars
Volcanic Slut – Bass
Christhunter – Drums

https://www.facebook.com/blackspeedhell
https://nuctemeron-blackspeedhell.bandcamp.com

Autor: Blacky

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Band: Decipher (GR)
Genre: Black Metal
Label: Transcending Obscurity Records
Album Titel: ΘΕΛΗΜΑ (Thelema)
Spielzeit: 42:57
VÖ: 20.03.26

Die griechischen Blackies von Decipher kommen dieser Tage mit Album Nummer zwei um die Ecke. Nachdem ich bereits das großartige Debüt "Arcane Paths To Resurrection" besprechen durfte, war ich besonders gespannt, was der Nachfolger zu bieten hat. "ΘΕΛΗΜΑ" oder "Thelema" (zu Deutsch, Wille, Gebot oder auch Verlangen) nennt sich das zweite Langeisen und beschäftigt sich mit Tod, Heilung und Wiedergeburt. Das Thema der Scheibe scheint hier an den Thelema-Begriff von Aleister Crowley angelehnt, was eine logische Fortsetzung des Debüts wäre.

Wie dem auch sei, musikalisch setzt die auf ein Trio geschrumpfte Band ihren Weg jedenfalls konsequent fort. Der Opener "Return to Naught" weiß direkt alle Merkmale der Band auf. Old-School-Riffs in Verbindung mit etwas moderneren, flirrenden Gitarren und scheppernden Drums, schreddern und treiben das Stück voran. Über allem schwebt immer eine düstere Atmosphäre und auch in puncto Monotonie setzt man Akzente. Der immer wieder auftretende eingängige Touch ist dabei einer gewissen Melodik zu schulden, welche auch schon auf dem Debüt zu vernehmen war. Hier zeigt sich eindrucksvoll, wie man es schaffen kann, mit nur wenigen melodischen Nuancen, Eingängigkeit zu erzeugen, ohne dabei die dunkle Ausrichtung und die Wucht der Musik aus den Augen zu verlieren. Auch vokaltechnisch betont Kostas G. mit seiner dunklen Stimme diese Seite der Scheibe hervorragend.

"The Black March" bringt dies alles noch deutlicher zum Tragen und intensiviert das Hörerlebnis abermals. Hier kommt auch das Spiel mit dem Tempo deutlicher zum Vorschein, was dann in "Seven Scars" auch schon mal in eine "doomige" Schwere fällt. In dem Stück gibt es auch Momente, in denen die Vocals eine beschwörende Note erhalten.
Die immer wieder auftauchenden Soli in den Songs sorgen ebenfalls für zusätzliche Akzente. Da beweisen die Griechen, dass man nicht immer verspielte, ausufernde Soli einbauen muss, um für Aha-Momente zu sorgen. Manchmal sind es gerade die kurzen, vermeintlich unscheinbaren Dinge, die für "Aufsehen" sorgen. Dass sie aber auch anders können, beweist das Solo in "Bound To The Wheel", selbst wenn auch dieses nicht ausufernd ist.
Das albumabschließende "Litany" kommt dann mit einer beschwörenden Note daher, hat eine bedrohliche Atmosphäre und setzt mit seiner klagenden Stimmung den Titel des Songs bestens in Szene. Hier wird Satan auch mal explizit erwähnt.

Die Produktion auf dem Album ist dieses Mal etwas rauer als auf dem Debüt, was trotz des etwas "helleren" Sounds für mehr Authentizität sorgt. Genau wie auch auf dem Vorgänger verleiht sie der Musik einen wuchtigen und dynamischen Klang, wodurch beide Seiten, sowohl die Old-School- als auch die moderne Seite, zur Geltung kommen.

Fazit:
Mit "Thelema" haben Decipher ihrem Debüt einen würdigen Nachfolger erschaffen, der die musikalische Ausrichtung konsequent weiterführt. Das Songwriting ist nochmals um einige Nuancen verfeinert worden und produktionstechnisch wirkt man, durch die etwas rauere Ausrichtung noch authentischer als auf dem Vorgänger. Am Ende des Tages strahlt das Album aber einfach die Essenz der Band aus, zeitlosen Black Metal zu erschaffen, der eine schwarze Seele hat, ohne Schnickschnack auskommt und in jede Sammlung passt.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Return To Naught
02. The Black March
03. Seven Scars
04. Bound To The Wheel
05. Hail Death
06. Towards Renaissance
07. Litany

Lineup:

Kostas Gerochristos - Vocals, Guitars
Kostas Ragiadakos - Bass
Nodas Chatzopoulos - Drums

https://facebook.com/decipherbandgr
https://decipherbm.bandcamp.com

Autor: Thomas

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Band: Graufar (A)
Genre: Black Metal
Label: Eigenproduktion
Album Titel: Via Necropolis
Spielzeit: 41:32
VÖ: 20.03.2026

2020 in Linz/Oberösterreich gegründet, zelebrieren Graufar eigentlich typischen Black Metal. Rau, schnell und eben alles, was das schwarze Herz an solchen Bands geil findet.

Und jetzt kommt das große ABER. Denn die Burschen würzen ihre Songs, oder sollte ich sagen: Hassbatzen, mit raffinierten Melodiebögen, die dem Ganzen eine coole Abwechslung und noch mehr von dunkler und brutaler Mystik verleihen. Natürlich wird hier kompromisslos die Keule geschwungen, und so manches Mal könnte man meinen, dass man auch etwas von Satyricon beeinflusste Riffs und Harmonien erkennt.

Besonders gut wird das alles, wenn Graufar auch mal das Grooven anfangen, um sich dann in einer Spirale der Geschwindigkeit nach oben zu rocken. Schön zu vernehmen im, mit einem mörderischen Groove ausgestatteten "Heralds Of Doom". Sehr geil!
Die Riffs kommen mit dicken Eiern daher, schön brutal, schnell und ein Stück weit auch episch aus den Handgelenken. Der Gesang ist natürlich so, wie es sich für solch eine Band gehört, nervt aber nicht so wie bei anderen Schreihälsen im BM.

Wie oben erwähnt, denkt man an Bands wie Satyricon, oder Dark Fortress. Graufar macht aber nie den Fehler, diese Bands zu kopieren, sondern bewahrt sich eine klasse und interessante Selbstständigkeit.

Es ist sehr erfrischend, mal eine Band dieses Genres auf dem Seziertisch zu haben, die ihrem Sound, der übrigens schön fett produziert wurde, andere Impulse verleiht. So klingt das Dargebotene schön nachvollziehbar und nicht wie bei manch anderen Bands, die einfach ohne Verstand und Idee durch die Botanik ackern. Nicht falsch zu verstehen. Ich mag es schon, wenn es direkt und räudig nach vorn geht, aber es sollte immer auch "rocken". Diese Bands, die das nicht können, langweilen mich persönlich schon nach dem ersten Hören. Graufar werd’ ich da öfter mal durch die Anlage jagen.

Fazit:
Geil gemachter und gespielter Black Metal, der dem Genre eine ausgezeichnete Abwechslung bringt und Graufar aus der Masse heraushebt. Brutal, schnell, räudig und vor allem mit geilen Ideen und Arrangements. Wer auf richtig geiles Schwarzmetall steht, MUSS hier zur CD greifen und nicht streamen!!! Nur so unterstützt Ihr eine wirklich klasse Band. Den restlichen halben Punkt gibt's dann, wenn die nächste Scheibe mindestens genauso gut ist. Echt guat gmocht. Gscheid!

Punkte: 9,5/10

Anspieltipp: Alles

Tracklist:

01. Blizzard & Blaze
02. Heralds Of Doom
03. Charon
04. Via Necropolis
05. Buried In Flames
06. On Your Knees
07. Foltertrog

Lineup:

Gernot G. - Vocals, Guitars
Mike H. - Growls, Guitars
Thomas S. - Backing Vocals, Bass
René H. - Drums

https://www.facebook.com/graufar
https://graufar.com/de

Autor: Steiff

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Band: Kal-El (N)
Genre: Doom / Stoner Metal
Label: Majestic Mountain Records
Album Titel: Astral Voyager Vol. 2
Spielzeit: 42:53
VÖ: 23.03.26

Die norwegischen (Supermann) Si-Fi-Metaller Kal-El veröffentlichen nach nur zehneinhalb Monaten seit dem Release von "Astral Voyager Vol. 1" den Nachfolger "Astral Voyager Vol. 2". Die vom "Captain" selbst erdachte Story der kosmischen Kopfgeldjägerin Mica, wird hier fortgesetzt, was der Albumtitel schon vermuten lässt.

Tiefgestimmte, Stoner-mäßig raue, kratzige Gitarren bestimmen die Songs, was das gesamte Klangbild des Albums ebenso rau und verzerrt durch die Boxen drückt. "Drücken" ist hier auch der passende Ausdruck, denn das Ganze kommt mit viel Druck daher. Die Kombination aus schweren Doom-Riffs mit Stoner-Sandpapier-Charme, gibt dem Album dabei nicht nur den passenden Si-Fi-Anstrich, sondern auch eine bedrohliche Atmosphäre.
Das Schlagwerk sorgt dabei immer für den passenden Groove, weiß aber auch mit leicht scheppernden Becken "Farbkleckse" beizusteuern. Die markante, ausdrucksstarke, helle, aber nicht zu hohe Stimme vom "Captain" steht im feinen Kontrast zum rauen Sound und erinnert gelegentlich von der Art her zu singen an den Volbeat-Fronter Michael Poulsen.

Das Album zieht den geneigten Hörer, mit seiner Science-Fiction-Atmosphäre von Beginn an in seinen Bann. Die Spannung wird immer auf oberem Level gehalten, und ähnlich wie bei einer guten Fernsehserie, wächst das Begehren, zu erfahren, wie es im nächsten Song weitergeht, schon im laufenden Titel. Deshalb sei hier jedem Fan des Genres ans Herz gelegt, die Scheibe immer am Stück zu hören. Das Ganze ist so stimmig, dass man es auch als einen Titel hätte schreiben können, der nur durch Breaks an den entsprechenden Stellen, in Kapitel unterteilt ist.

Apropos Breaks: Diese gibt es zur Genüge in den Songs. Genau wie Soli und Tempowechsel, steuern diese ihren Anteil zur Abwechslung auf dem Album bei. Auch weist die Musik, trotz der verzerrten Schwere und des trockenen Stoner-Sounds, einen gewissen Grad an Eingängigkeit auf, was der vorhandenen Monotonie, welche immer präsent ist, etwas ihre Eintönigkeit nimmt. Dadurch schaffen es die Norweger, extreme Schwere in den Sound zu packen, ohne dass es am Ende langweilig werden könnte.

Die Produktion verleiht dem Album einen perfekten Sound, welcher auch Größen wie den Genre-Pionieren Kyuss gut zu Gesicht gestanden hätte. Beim Mix hat man ebenfalls alles richtig gemacht: Trotz verzerrtem, rauem Klang, kann man fast jedes Detail heraushören und erkunden, was gerade den Musikern unter euch, Freude bereiten dürfte.

Fazit:
"Astral Voyager Vol. 2" so schnell dem Vorgänger folgen zu lassen, ist einfach perfekt. So haben die Fans noch "...Voyager Vol. 1" im Gedächtnis und können sich direkt der Fortsetzung widmen, auf die sie schon sehnlichst gewartet haben. Kal-El belohnt diese mit großartigem Stoner-Doom, welchen man besser kaum in Szene setzen kann. Hier wurden intergalaktische Hymnen aus schweren Riffs und rauem Stoner-Sound erschaffen, die jedem Fan des Genres ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern und den Fan der Story direkt in selbige einsaugen. Dieses Album ist kein Schnellschuss, sondern besteht aus ausgeklügelten Kompositionen, auf die man sich einlassen muss, um sie zu erfassen. Wer dies kann, wird mit dem Besten, was es zurzeit in diesem Bereich gibt, belohnt. Großartig!

Punkte: 10/10

Anspieltipp: alles

Tracklist:

01. Juno
02. The Nine
03. The Prophecy
04. Juggernaut
05. Pan
06. Asteroid

Lineup:

Ståle "Cpt. Ulven/Captain" Rodvelt - Vocals
Kristoffer "Doffy" Ranaweera - Guitars
Azul Joshua "Josh" Bisama - Guitars
Bjørn O. Knutsen - Bass
Bjørn "Bjudas" Stornes - Drums

https://www.facebook.com/kalelproject
https://kal-el.bandcamp.com

Autor: Thomas

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