REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Wildhunt (A)
Genre: Thrash Metal
Label: Jawbreaker Records
Album Titel: Aletheia
Spielzeit: 46:24
VÖ: 02.01.2026
Insgesamt 15 Jahre dauerte es für die österreichischen Wildhunt seit Bandgründung, ihr vorliegendes zweites vollwertiges Album auf den Markt zu bringen. In dieser Zeit gab es zwischen den beiden Werken auch Besetzungswechsel an Gitarre und Bass, was möglicherweise den 10-Jahres-Abstand zum Vorgänger erklären könnte. Musikalisch ist das dargebotene Material dann durchaus knackig, druckvoll und als gelungen zu bezeichnen.
So brettern die zackigen Thrashmetal-Nummern mit Versatzstücken aus US-Powermetal und klassischen Heavy Metal Anleihen sehr ordentlich produziert aus den Boxen. Das Ganze klingt dabei wie ein Hybrid aus alten Heathen und Paradox, und gesanglich scheinen alte Cloven Hoof durch. Dies lässt das Songmaterial wie eine Mischung aus leicht technischerem Thrash und Epic Metal klingen.
Allerdings muss man erwähnen, dass man unter den sieben Titeln nur fünf als echte "Songs" bezeichnen kann, denn der Opener und das einminütige Zwischenspiel "Kanashibari" sind nur kleine Instrumentals, die ich zugegebenermaßen so nicht gebraucht hätte.
Übrig bleiben dann zwei eingängigere Titel: mit "The Holy Pale", der mir wegen der Mixtur aus klassischem Thrash und Powermetal mit dezenten Gangshouts im Refrain gefiel. Und dem klar in Richtung traditionellem Heavy Metal ausgerichteten Titelsong "Aletheia", der mit seiner Hymnik und den epischeren Elementen, sowie einem schönen mehrstimmigen Refrain punkten konnte.
Der Rest war teilweise etwas zu schwer zugänglich und es fehlten ein wenig die memorablen Hooks und Refrains zum Mitgehen.
Mit dem überlangen 11-Minuten-Song "Sole Voyage" verliert man sich dann leider zu sehr in verschiedenen instrumentalen Episoden, wobei mir das epischere letzte Drittel wieder recht gut gefiel.
Fazit:
Das zweite Wildhunt-Album geht handwerklich völlig in Ordnung, bietet eine interessante Mischung aus thrashigem Riffing und knackigem Heavy-Powermetal an und überzeugt hauptsächlich in den traditionelleren Metal Elementen. Durch die zu wenigen "echten" Songs ist "Aletheia" eher eine längere EP mit inhaltlich Luft nach oben in Sachen Eingängigkeit. Wie es gehen kann, beweisen die besseren Songs.
Punkte: 7/10
Anspieltipp: The Holy Pale, Aletheia
Tracklist:
01. Touching The Ground
02. The Holy Pale
03. Made Man
04. Kanashibari
05. In Frozen Dreams
06. Aletheia
07. Sole Voyage
Lineup:
Wolfgang Elwitschger - Vocals, Guitars
Julian Malkmus - Guitars
Robbie Nöbauer - Bass, Backing Vocals
Lukas Lobnig - Drums, Percussions
https://www.facebook.com/wildhuntaustria
https://www.wildhunt.at
Autor: Slaine
https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... a-2026.pdf
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Ellende (A)
Genre: Atmospheric Black Metal
Label: AOP Records
Album Titel: Zerfall
Spielzeit: 58:29
VÖ: 02.01.2026
2011 eigentlich als anonymes, menschenfeindliches Projekt gegründet, hat sich Multi-Instrumentalist L.G. mit Ellende längst in der Szene etabliert, was nicht zuletzt an der großen Live-Präsenz liegt, und kann mittlerweile auf 5 Alben und 3 EPs zurückblicken. Wobei das letzte Werk "Todbringerin" mehr oder weniger ein Re-Release des 2016er Albums "Todbringer ist, auch wenn die Stücke teilweise neu arrangiert, aus "Scherben" ein Zweiteiler gemacht und das Akustik-Stück "Wind" weggelassen wurde. Inhaltlich deckt Ellende von Misanthropie, Natur, auch der menschlichen, Isolation, Krieg und Verzweiflung bis zu Sozialkritik, alles ab.
Das neue Album "Zerfall" (Zitat) "...porträtiert den Zustand, in Fragmente zerbrochen zu sein, und den langsamen, schmerzhaften Prozess, sich selbst wieder aufzubauen: eine Konfrontation mit der Leere und letztlich ein Triumph über sie."
Das Album startet mit "Nur", welches ein Instrumental ist, das mit sanften Klängen und Sprachsamples beginnt und sich im weiteren Verlauf durch Gitarren und Schlagwerk aufbaut. Man kann es auch als Intro zu "Wahrheit Teil I" werten, geht es doch nahtlos in selbigen über. Hier machen sich dann auch sofort die Trademarks Ellendes bemerkbar. Aggressive Black-Metal-Parts mit sägenden Gitarren, galoppierenden Drums und heiser, kehligen Vocals wechseln sich mit atmosphärischen Passagen und sanften Parts ab. Immer wieder bekommt das Ganze Ambiente-Züge und wird mit flüsternden Vocals untermalt. Feine Leads und ein Akkordeon und ja, Kuhglocken, würzen dann das "Gebräu" noch zusätzlich. Warum L.G. jetzt "Wahrheit Teil I und II" nicht als einen Track konzipiert hat, erschließt sich mir nicht so recht, außer er wollte keinen Song, der fast 13 Minuten lang ist. Musikalisch trennt die beiden Nummern eigentlich nur ein kurzes Break, die Struktur bleibt aber ähnlich. Der zweite Teil hat etwas mehr melodische Parts mit helleren Gitarren, welche auch mal gefälliges "Flirren" an den Tag legen und mit Soli Akzente setzen. Hier steuert zum Ende hin das Schlagzeug einen schönen Groove bei.
Beim Titelgeber "Zerfall" kommen Streicher zum Tragen und auch der Bass (welcher auch sonst hervorragend integriert ist) setzt hier einen schönen Akzent. Klavier, Samples mit elektronischer Note und ein Cello (wenn ich mich nicht verhört habe) spielen hier eine zarte Melodie. Das versprüht zu Beginn einen Hauch von Lounge-Musik, baut sich leicht auf und bricht dann über den Hörer mit Macht herein. Es entlädt sich die innere Zerrissenheit in einer blackmetallischen Eruption aus verzweifelten, geschrienen Vocals, sägenden Riffs und donnernden Drums. Trotz flirrender Melodie ist dieses Stück dunkel und voller Melancholie. Das bekannte Wechselspiel mit Tempo, Atmosphäre und ambienten Passagen kommt aber auch hier nicht zu kurz.
Ellende überzeugt aber nicht nur mit den bereits erwähnten Elementen der harten Gangart, sondern auch mit traurig schönen Melodien voller Melancholie, in denen auch mal Hoffnung schimmert, feinen Chören und Atmosphäre, die einen emotionalen Schleier über das Ganze legt. Wunderbar wahrzunehmen in "Übertritt" und "Ode Ans Licht".
Für die beiden "Zeitenwende"-Stücke steuern dann Klara Bachmair (Firtan), eine feine Violine (Teil I), und Peter Mairhofer, ein starkes Solo (Teil II), bei. Die Violine hinterlässt hier, genau wie das Klavier, einen bleibenden Eindruck. Im zweiten Teil setzen dann der "Stakkato-Part" und das Solo von Peter starke Akzente, welche sich ebenso im Kopf festsetzen.
"Reise", ein Stück aus getragener Atmosphäre, brachialem Blackmetal, feinen Melodien, Chören und Sprachsamples, schließt das eigentliche Album, bevor die beiden Bonustracks, das instrumentale Jeremy Soule Cover "Secunda" und das Klavierstück "Verborgenes Inneres Leiden", das Album sanft, ja fast zart ausklingen lassen. Auch hier, hauptsächlich durch Letzteren, wird wieder eine sehr melancholische Stimmung erzeugt, welche durch die Flüster-Vocals noch verstärkt wird.
Fazit:
Ellendes, durch die nahezu perfekte Produktion, sehr passend in Szene gesetztes neues Album "Zerfall", überzeugt erneut auf ganzer Linie. Das Thema der Platte wird dem Hörer mit detaillierten, komplexen Kompositionen, nicht nur musikalisch, sondern auch emotional ganz nah gebracht und lässt diesen den "Zerfall, die Zerrissenheit und das Wiederzusichfinden" hautnah miterleben. Wer sich auf diese Scheibe einlässt, wird mit großartigen Klanglandschaften belohnt, welche sich durch brachiale Black-Metal-Ausbrüche genauso auszeichnen wie durch sanfte, atmosphärische Passagen voller Melancholie und großartiger Melodien.
Punkte: 9,5/10
Anspieltipp: alles
Tracklist:
01. Nur
02. Wahrheit Teil I
03. Wahrheit Teil II
04. Zerfall
05. Übertritt
06. Ode Ans Licht
07. Zeitenwende Teil I (feat. Firtan)
08. Zeitenwende Teil II (feat. Norikum)
09. Reise
10. Secunda (Jeremy Soule Cover, Bonus)
11. Verborgenes Inneres Leiden (Bonus)
Lineup:
L. G. - Vocals, all Instruments
P. F. - Drums
Guest Musician:
Klara Bachmair (Firtan) - Violine on Zeitenwende Teil I
Peter Mairhofer (Norikum) - Solo on Zeitenwende Teil II
https://www.facebook.com/ellende.official
https://ellende.bandcamp.com
Autor: Thomas
https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... l-2026.pdf
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Band: HyperioN (I)
Genre: Heavy Metal
Label: Fighter Records
Album Titel: Cybergenesis
Spielzeit: 39:17
VÖ: 15.01.2026
Die italienische Metal-Band HyperionN blickt auf mittlerweile zehn Jahre Bandgeschichte zurück. Seit ihrer Gründung hat die Truppe bereits einige Besetzungswechsel durchgemacht und so ist von der Gründungscombo nur noch Gitarrist Davide Cotti mit an Bord. Zusammen mit der ansonsten neu formierten Gruppe wurde das Anfang 2026 erscheinende dritte Album eingespielt.
Dessen gut 39 Minuten Spielzeit verteilen sich auf acht Titel, wobei die einzelnen Songs recht lang geworden sind. Der Auftakt "Deafening" hat mich dazu gebracht, vorsichtshalber die Boxen nicht zu laut aufzudrehen. Die Befürchtung war aber unberechtigt. Es ertönt kein ohrenbetäubender Krach, sondern mit leicht aufheulenden Gitarren und galoppierenden Drums macht einem das neue Werk von Anfang an klar, in welche Richtung die Reise geht. Mit viel Melodie und viel Gitarre entfaltet sich ein lupenreines Metal-Werk. Der kraftvolle Gesang des Shouters Max Morelli behauptet sich gut gegen die ebenfalls kraftvoll aufspielende Band, bei der vorrangig die schönen Doppel-Gitarren-Läufe herausstechen.
Auf der Speisekarte steht traditioneller Metal, daher wird auf Effekte weitgehend verzichtet. Eine Ausnahme bildet etwa Titel Nr. 2 "Rewire, Rebuild", der mit leicht bearbeiteten Gitarren beginnt, aber dann auf die übrige Linie des Albums zurückfindet. Die Titel klingen alle relativ ähnlich, aber gelegentlich sorgt ein gut in den jeweiligen Song eingebautes Break für Abwechslung. Es überwiegen schnelle Tracks mit vielen Gitarrenläufen. Songs wie "The Shackles Of Chronitus" mit seinem schleppenden Rhythmus fallen aus dem Raster und sorgen so für etwas Abwechslung. Auf eine klassische Metal-Ballade hat die Band allerdings verzichtet. Das ist schade, da ich einerseits Metal-Balladen mag und dies andererseits ein wenig mehr Abwechslung bedeutet hätte.
Leider sind Drums und Bass ziemlich in den Hintergrund gemischt, was den Gesang und die Gitarren von der Produktion her klar betont. Das macht den Sound etwas dumpf, aber unterm Strich geht die Produktion in Ordnung. Man kann immer noch die ganze Band gut heraushören.
Fazit:
Der ganz große Wurf ist das neue Werk nicht, dafür fehlen einfach die großen Stücke, die man nicht mehr aus dem Gehörgang bekommt, wenn man sie einmal gehört hat. Aber dafür wirkt das Album aus einem Guss, positiv gemeint. Die Songs passen gut zusammen, wodurch man das ganze Album schön am Stück durchhören kann. Wer traditionellen Metal mag, ist hier durchaus gut aufgehoben.
Punkte: 6/10
Anspieltipp: Rewire, Rebuild
Tracklist:
01. Deafening
02. Rewire, Rebuild
03. Yet We Still Fight
04. The Shackles Of Chronitus
05. Blood Of Chrome
06. Grain Of Sand
07. Rhizome Rider
08. The Whole Of Time
Lineup:
Max Morelli - Vocals
Davide Cotti - Guitars
Francis Dipasquale - Guitars
Simone Cauli - Bass
Francesco Madonna - Drums
https://www.facebook.com/hyperionbandheavy
https://hyperionbandheavy.bandcamp.com
Autor: Udo
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Band: Wicked Leather (E)
Genre: Heavy Metal
Label: Lost Realms Records
Album Titel: Season Of The Witch
Spielzeit: 38:35
VÖ: 16.01.2026
Mit Wicked Leather aus Barcelona, erst im Jahr 2023 gegründet, tritt eine neue Band ins Metal-Rampenlicht, welche die Fahne des traditionellen Metal hochhält. Nach einer ersten Single im Jahr 2024 erscheint Ende Januar 2026 das Debüt-Album "Season Of The Witch", welches einen erst einmal mit dem gleich zu Beginn platzierten Titelstück auf die falsche Fährte führt. Denn der etwas vertrackte Anfang klingt leicht nach Prog-Metal.
Dies ändert sich aber schnell. Aus dem mit abrupten Taktwechseln versehenen Opener schälen sich präzise Gitarrenläufe heraus und das Schlagzeug schafft einen lockeren Groove. Über allem thront die mich etwas an Vince Neil (Mötley Crüe) zu Zeiten von "Too Fast For Love" erinnernde Stimme von Yamila Martins, die hervorragend zu den Titeln passt. Songs wie "Night Hunter" hätten teilweise sogar auf Mötley Crües Debüt veröffentlicht werden können, das seinerzeit eher nach hart gespieltem Punkrock als Hardrock/Metal klang.
Den Ansatz mit den erst in eine Richtung angedeuteten, sich dann aber in die andere Richtung entwickelnden Songs behalten Wicked Leather das ganze Album über bei. Insgesamt gefallen mir dabei die etwas mehr straight gespielten Titel wie "Night Hunter" besser als etwa der schon erwähnte Opener, den ich mit seinen Stakkato-Drums etwas anstrengend finde. Aber auch bei zunächst vor sich hin groovenden Titeln freut man sich manchmal doch über einen unerwarteten Taktwechsel, der stets gut in den Song eingebettet ist.
Innerhalb der mit 38 Minuten recht kurz gehaltenen Spielzeit sorgt die Truppe mit den in unterschiedlichem Tempo gehaltenen Songs für Abwechslung. Auch ein okkulter Einschlag würzt das Werk, nicht zuletzt angedeutet in Titeln wie "Black Goat Rising" und den etwas langsameren, düsteren Songs gegen Ende des Albums. Effekte wie ein eingestreutes teuflisches Lachen runden dies ab.
Die Produktion ist leider etwas dumpf geraten, aber unterm Strich geht sie in Ordnung. Weder Musik noch Gesang sind zu sehr in den Vordergrund gemischt. Die Songs hätten jedoch etwas gestrafft werden können, weil Titel wie der Album-Closer am Ende nur noch aus Wiederholungen bestehen.
Fazit:
Auf dem gelungenen Debüt von Wicked Leather klingen einige Vorbilder durch. Ich bezeichne das Album als Mischung der frühen Judas Priest, ganz frühen Mötley Crüe mit einem Schuss Black Sabbath, abgeschmeckt mit einer Prise Punk Rock. Und die Mischung geht auf. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich das Teil immer wieder gerne gehört habe. Mit teilweise etwas gestreckteren Songs hätte mir Wicked Leathers Debüt bestimmt noch besser gefallen, aber auch so überzeugt es.
Punkte: 7,5/10
Anspieltipp: Night Hunter, Midnight Creature
Tracklist:
01. Season Of The Witch
02. She Is The Storm
03. Crystal Lake
04. Night Hunter
05. Black Goat Rising
06. Midnight Creature
07. Lightning Strike
08. Masquerade Of Shadows
Lineup:
Yamila Martins - Vocals
Alejandro Zarate - Guitars
Michel Regueiro - Guitars
Cosme Martin - Bass
Uri "Butcher" Segu - Drums
https://www.facebook.com/profile.php?id=61559789458511
https://www.instagram.com/wicked_leather_official
Autor: Udo
https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... h-2026.pdf
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Edenbridge (A)
Genre: Symphonic Metal
Label: Steamhammer
Album Titel: Set The Dark On Fire
Spielzeit: 53:34
VÖ: 16.01.2026
Seit ihrem 2000er Debüt "Sunrise In Eden" sind die Österreicher Edenbridge (gegr. 1998) ein fester Bestandteil des female fronted Metal im symphonischen Bereich und haben dort mit bisher elf Studioalben immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie Größen wie Nightwish und Within Temptation in nichts nachstehen. Nicht zuletzt, dass die Gründer Arne Stockhammer aka Lanvall (Gitarre u. d. Instr.) und Sabine Edelsbacher (Gesang) seit Beginn die Geschicke der Band in Händen halten, zeichnet für den Erfolg über ein Vierteljahrhundert verantwortlich.
Zurück beim Steamhammer-Label soll das zwölfte Album "Set The Dark Of Fire" nun die Erfolgsgeschichte fortführen und die Fangemeinde ab 16. Januar 2026 begeistern.
Ich habe das zum Anlass genommen, mal wieder ein paar alte Platten zu "entstauben" und mir ein paar frühe Scheiben, unter anderem das Debüt, zum Vergleich heranzuziehen. Was soll ich sagen, Edenbridge sind stark wie eh und je, und außer dass die Stimmfarbe von Sabine einen Hauch dunkler geworden ist, hat sich auch in dieser Hinsicht nichts geändert.
"Set The Dark On Fire" bietet uns in fast 54 Minuten feinsten Symphonic Metal mit orchestralen Momenten. Mit neun Songs und der vierteiligen, 13 ½-minütigen Sinfonie "Spark Of The Everflame" wird alles aufgeboten, was die Band ausmacht. Harte Metalriffs geben sich mit großartigen Melodiebögen die Klinke in die Hand oder zelebrieren die ausgeklügelten Arrangements gemeinsam. Neben den klassischen E-Gitarren kommen auch auf Album Nummer 12 wieder Piano und Keys zum Tragen, aber auch "exotische" Instrumente, wie Dulcimer, elektrische Sitar, Bouzouki, Ukulele, Swarmandal, Mandoline, Monochord oder Tampura. Diese wurden alle ebenfalls von Lanvall eingespielt.
Das Album beginnt mit dem rockigen "The Ghostship Diaries". Hier kommt neben den symphonischen, orchestralen Arrangements, ein feiner Groove zum Tragen, der die Nummer schön nach vorn treibt. Eine schöne Melodielinie und das Solo sorgen dabei für einen bleibenden Eindruck und das Spiel mit dem Tempo, sorgt gegen Ende für eine doomige Note. Der Gesang von Sabine zeigt direkt, dass er in den vergangenen 25 Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat. Schon hier im Opener geht sie in die hohen und tiefen Tonlagen, als ob es nichts Einfacheres auf der Welt gibt.
Das härtere "Cosmic Embrace" ist dann eine Spur metallischer und überzeugt zudem mit orchestralen, opulenten Momenten. Hier zeigt sich wunderbar, wie nah der Metal an der Klassik ist. Die nächste Nummer, "Where The Wild Things Are" versprüht dann einen beschwingten und vor allem zu Beginn einen mittelalterlichen Charme. Auch hier wissen eine schöne Melodie und Soli Akzente zu setzen.
Nach dem traurig-schönen Zwischenspiel "Tears Of The Prophets", folgt die epische Ballade "Our Place Among The Stars". Dieses Stück zieht den Hörer in seinen Bann, was nicht zuletzt auch an Sabines fabelhaftem Gesang liegt, welcher auch mal in "sirenenartige" Höhen vordringt. Das Solo im hinteren Teil der Nummer sorgt zudem noch für zusätzliche "Entenpelle".
Der Titelgeber "Set The Dark On Fire" ist das aggressivste Stück auf der Scheibe. Die tiefgestimmte Gitarre, macht die Nummer dabei noch dunkler, als es der Bass ohnehin schon tut. Hier gibt es wieder einen schönen Groove, der regelrecht durch die Nummer galoppiert, und auch hier darf ein Ausritt in Sologefilde nicht fehlen. Die im Hintergrund "klimpernden" Keys, sorgen für einen "Farbklecks", ohne zu nerven, wie es bei so manchem Genrekollegen schon mal vorkommt.
Eine weitere Ballade des Albums ist "Bonded By The Light", welche zwar voluminös und wunderschön ist, aber eindeutig zu sehr nach Adels "Skyfall" klingt. Dennoch ein Highlight der Platte.
Mit dem Zwischenstück "Divine Dawn Reveal" bekommen wir ein orientalisches Flair ins Album gezaubert, welches sich auch auf das folgende "Lighthouse" überträgt. Solche Ausflüge gab es auch auf den anderen Alben der Band, was zeigt, wie sehr sie ihren Trademarks treubleiben, diese verfeinern und doch immer wieder Neues verarbeiten.
Den Abschluss bildet dann die bereits erwähnte 13½-minütige Sinfonie "Spark Of The Everflame", welche in vier Sätzen daherkommt. Spätestens hier solltest Du Kopfhörer nutzen oder die Anlage so aufdrehen, dass die Nachbarn auf der anderen Straßenseite mithören. Denn nur dann erfährt man die ganze Größe dessen, was da über dich kommt. Hier zeigt sich, dass man die besten orchestralen Metalstücke direkt auch dafür komponiert und nicht erst im Nachhinein umarrangiert. Allein das opulente "Per Aspera Ad Astra" ist so mächtig, dass es dich fast erschlägt (im positiven Sinne). Schließ die Augen und du findest dich, um mal in Österreich zu bleiben, in der Wiener Staatsoper wieder. Großartig.
Dass dies alles so wunderbar funktioniert, ist nicht zuletzt der großartigen Produktion und dem Mix zu verdanken, was es dir ermöglicht, jedes Detail zu erkunden, selbst ohne Kopfhörer. Verantwortlich dafür ist hier der langjährige Wegbegleiter der Band, Mixing- und Mastering-Engineer Karl Groom.
Fazit:
Ich gehe nicht ganz mit, wenn ich im Infosheet lese, dass "Set The Dark On Fire", das bisher härteste Edenbridge-Album ist. Das energetischste und dynamischste aber auf jeden Fall. Großartige orchestrale Arrangements treffen auf druckvolles Riffing, ausladende Melodien und die fabelhafte Stimme von Sabine Edelsbacher. Das detailverliebte, ausgeklügelte Songwriting überlässt hier nichts dem Zufall und vermag es mit Abwechslung und Spannungsbögen, den Hörer von Anfang bis Ende zu fesseln. Dieses Album ist ein Meisterwerk symphonischer Metalkunst und legt schon zu Jahresbeginn die Messlatte verdammt hoch.
Punkte: 9,5/10
Anspieltipp: alles
Tracklist:
01. The Ghostship Diaries
02. Cosmic Embrace
03. Where The Wild Things Are
04. Tears Of The Prophets
05. Our Place Among The Stars
06. Set The Dark On Fire
07. Bonded By The Light
08. Divine Dawn Reveal
09. Lighthouse
10. Spark Of The Everflame - Let Time Begin
11. Spark Of The Everflame - The Winding Road To Evermore
12. Spark Of The Everflame - Per Aspera Ad Astra
13. Spark Of The Everflame - Where It Ends, Is Where It Starts
Lineup:
Sabine Edelsbacher - Vocals
Lanvall - Guitars, Acoustic Guitars, Piano, Keys
Sven Sevens - Guitars
Steve Hall - Bass
Johannes Gral - Drums
https://www.facebook.com/EdenbridgeOfficial
https://www.edenbridge.org
Autor: Thomas
https://www.metal-only.de/fileadmin/rev ... e-2026.pdf
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Total Annihilation (CH)
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Testimony Records
Album Titel: Mountains Of Madness
Spielzeit: 40:43
VÖ: 16.01.2026
Vor 20 Jahren in Basel mit dem Ziel gegründet, die härteste und lauteste Band der Stadt zu sein, haben sich die Schweizer Deaththrasher Total Annihilation zu einer festen Größe in der Szene entwickelt. Dies liegt nicht zuletzt an der nicht geringen Livepräsenz, denn mit "Mountains Of Madness" veröffentlicht man erst das vierte Langeisen (ohne Livealbum) innerhalb zweier Dekaden. Das letzte Album "...on Chains of Doom" (2020), das erste, das mit dem aktuellen Lineup eingespielt wurde (nur Daniel ist von der Gründungsformation noch am Start), konnte bei Kritikern großes Lob ernten, und so muss sich das neue Werk daran messen lassen. Thematisch ist "Mountains Of Madness" angelehnt an die Lovecraftsche Horrorgeschichte "Berge des Wahnsinns" und überträgt sich durch Total Annihilation in die heutige Zeit.
Zitat Infosheet: "Das Album ist durchdrungen von einer tiefen moralischen Abscheu und brennenden Wut gegenüber all dem Bösen und der rücksichtslosen Zerstörung, die die Menschheit sich selbst und allen anderen Lebensformen auf diesem Planeten und der Erde selbst zufügt. "Mountains of Madness" ist als Echo und kühnes Manifest über den Zustand der Welt sowie als künstlerisches Zeichen unserer Zeit konzipiert."
Die Scheibe startet dann auch kompromisslos und ohne Schnörkel. "The Art Of Torture" ballert sofort aus allen Rohren; rasende Drums, schreddernde Death- und Thrashriffs, ein pumpender Bass und dunkle, wütende Vocals bestimmen den Song. Soli lockern das Ganze auf und im hinteren Teil wird dann mit Tempo und Samples gespielt. Der Titel ist hier Programm.
Der Titelgeber "Mountains Of Madness" bietet neben markanten Riffwechseln einen prägenden Groove, der dich direkt abholt, und auch diverse Dissonanzen wissen ihre Akzente zu setzen. Was die Schweizer hier und auch in anderen Passagen richtig gut hinbekommen, ist, einen gewissen Grad an Melodie in den Song zu packen, ohne dass es wirklich eine ist. Wie ich immer so schön zu sagen pflege: Sie erzeugen Melodie, ohne dass sie eine spielen.
"Chokehold" ist dann ein Stück, welches sich im oberen Midtempo bewegt und wie ein "Traber" daherkommt, welcher immer kurz davor ist, in den Galopp überzugehen, es aber nicht tut. In der Nummer entsteht eine Dynamik, die dich von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt, ja fast einschnürt. Nicht zuletzt die dunkle Bassnote sorgt dabei für ordentlich Druck. Auch "Choose The Day" verströmt diese Dynamik. Hier stampft der "Traber" etwas mehr, geht aber immer wieder auch in den Galopp und rast sogar teilweise. Man geht auch mal etwas weiter in thrashige Gefilde und Daniel auch mal in die höhere Scream-Abteilung. Ein Stück wie "Beneath The Cross" weiß mit einem feinen Zwischenpart nicht nur einen Akzent zu setzen, sondern hinterlässt hauptsächlich durch die Gitarre einen nachhallenden, bleibenden Eindruck. Genau wie das Klavier zu Beginn von "Invisible Conflagration". Und genau solche Momente sind es immer wieder, die diese berühmten Aha-Effekte erzeugen und den Unterschied zu Bands ausmachen, die einfach alles stumpf in den Boden rammen. Zum Ende klingt das Teil dann so aus, wie man sich das auch bei einer Verfilmung einer Horrorgeschichte nach H. P. Lovecraft vorstellen kann.
"Hate Remains" schließt das Album genauso kompromisslos, wie es begonnen hat. Hier stampft man "stakkato-mäßig" durch die Nummer, erzeugt einen doomigen Groove, und das kurze Solo lockert das Stück auf. Hier gibt es einen gewissen Grad an Monotonie, was aber absolut passend zur stampfenden Ausrichtung ist.
Dass das Ganze durch eine druckvolle, fette und dunkle Produktion nahezu perfekt in Szene gesetzt wurde, garantiert dem geneigten Hörer ein exzellentes Hörerlebnis und den Analytikern unter euch die Möglichkeit, alle Details herauszuhören.
Fazit:
"Mountains Of Madness" hält den Erwartungen stand und übertrifft diese sogar. Komplexe Songstrukturen, das Wechselspiel des Riffing und des Schlagzeugs, sowie Breaks, Soli und diverse Samples sorgen für Dynamik in der Musik. Der immer präsente Bass sorgt dabei für Tiefe und betont die dunkle Note zusätzlich. Am Ende des Tages haben wir ein großartiges Death/Thrash-Album in dem Brutalität, Aggression und Wut stecken. Dieser Scheibe wohnt aber auch eine Melodik inne, die ihre Spuren hinterlässt, ohne auch nur im Ansatz die Härte zu untergraben oder gar in eingängige Mitsing-Momente zu verfallen.
Punkte: 9,5/10
Anspieltipp: alles
Tracklist:
01. The Art Of Torture
02. Mountains Of Madness
03. Illusion
04. Chokehold
05. Choose The Day
06. Age Of Mental Suicide
07. Nyctophobia
08. Beneath The Cross
09. Invisible Conflagration
10. Lost Forever
11. Hate Remains
Lineup:
Daniel Altwegg - Vocals
Nicolas Stelz - Guitars
Jürgen Schmid - Guitars
Niklaus Denger - Bass
Michael Lautenschläger - Drums
https://www.facebook.com/Total.Annihilation.thrash
https://total-annihilation.bandcamp.com
Autor: Thomas
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Band: Marianas Rest (Fin)
Genre: Melodic Doom / Death Metal
Label: Noble Demon
Album Titel: The Bereaved
Spielzeit: 57:11
VÖ: 16.01.2026
2013 gegründet, haben sich die Finnen Marianas Rest dem melancholischen Death Metal verschrieben. Auch wenn sie nicht zu den Bands gehören, die dir auf Nachfrage sofort in den Sinn kommen, so sind sie doch zu einer prägenden Größe im Genre gewachsen. Schon das 2016er Debüt "Horror Vacui" hat für Wirbel in der Szene gesorgt und teilweise großartige Kritiken erhalten. Mit den drei folgenden Werken "Ruins" (2019), "Fata Morgana" (2021) und "Auer" (2023) wurden Themen wie Isolation, Verzweiflung und Konflikt verarbeitet, welche auf emotionale Weise musikalisch umgesetzt wurden. Auch hier hielten sich einige Kritiker nicht mit Lob zurück. Das neue Album "The Bereaved" (Der Hinterbliebene) setzt sich nun mit dem Tod, dem Sterben und den Formen dessen auseinander, was uns in einer guten Stunde mit 10 Songs nähergebracht wird. Auch wird die Frage aufgeworfen, eher Mitleid mit den Lebenden zu haben oder doch mehr die Toten zu beneiden.
Der Opener "Thank You For The Dance" startet ruhig mit einer Art Trauerchor in einer Kapelle, wie bei einer Beisetzung. Hier wird eine traurige Atmosphäre erzeugt, zu der sich dann ruhiger Gesang von Jaakko gesellt, bevor Gitarren, Schlagzeug und Samples eine schwere, melancholische Stimmung aufbauen. Diese wird von einer fast epischen Melodie getragen und mit emotionalen Death-Growls durchsetzt. Der doomige Touch und Groove nehmen dich sofort mit und bleiben direkt im Hirn hängen. Ganz starker Einstieg ins Album.
"Rat in the Wall" beginnt dann eher locker und ruhig, mit flüsternden Vocals und rockiger Note, und wird dann von emotionalen Growls und Klargesang abgelöst. Auch hier gibt es wieder eine eingängige Melodie, ähnlich wie es auch To/Die/For auf ihrem "Epilogue"-Album hinbekommen haben. Dieses Wechselspiel von sanften und harten Abschnitten in den Songs, zieht sich wie ein roter Faden durchs Album, ohne aber in irgendeiner Weise in Wiederholungen zu verfallen oder gar berechenbar zu werden. Auch wenn es immer wieder rockige Momente auf dem Album gibt, wie etwa "Diamonds In The Rough", wo wir eine rockige, eingängige Melodie bekommen, welche mit Death Growls und cleanen Vocals versehen wird, behält das Ganze dennoch einen dunklen Anstrich.
Nicht nur die Musik an sich, sondern auch die Vocals begegnen dem geneigten Hörer mit großer Emotionalität. Egal ob flüsternde Schreie, Death Growls, dunkle oder helle, cleane Vocals – es berührt dich einfach und zieht dich in den emotionalen Strudel des Themas der Platte. Neben den harten Death- und den dunklen Metal-Riffs, sorgt auch immer wieder ein feiner Groove vom Schlagwerk für bleibende Eindrücke. Der immer präsente Bass, sorgt zusätzlich für Tiefe und der leicht raue Touch der Produktion, lässt das Ganze absolut authentisch klingen.
Im kürzesten Stück, dem Instrumental "Tyhjä", wird kurz vor Schluss ein dunkler Schleier aus tiefen Samples über dich ausgebreitet, was an manchen Stellen einen Hauch von Drone-Sound vermittelt. Der Albumabschluss "The Colour Of You" lässt das Album dann genauso großartig enden, wie es begonnen hat. Hier greifen die Finnen noch mal ganz tief in ihre Songwriting-Kiste und liefern eine Nummer aus zarter Zerbrechlichkeit einerseits und brachialer Härte andererseits.
Fazit:
"The Bereaved" ist ein zutiefst emotionales und düsteres Werk, welches das Thema der Platte perfekt in Szene setzt und niemanden unberührt zurücklässt. Das detailverliebte, abwechslungsreiche Songwriting macht aus den Stücken nicht einfach Songs, sondern großartige Klanglandschaften, welche den Raum füllen. Dieses Album ist ein Meisterwerk melodischen Doom- und Death-Metals, mit emotionaler Tiefe und Dunkelheit, welche voller Melancholie gepackt ist und den Hörer von der ersten bis zur letzten Note fesselt.
Punkte: 10/10
Anspieltipp: alles
Tracklist:
01. Thank You For The Dance
02. Rat In The Wall
03. Divided
04. Again Into The Night
05. Burden
06. Diamonds In The Rough
07. Pity The Living
08. Goodbyes And Good Intentions
09. Tyhjä
10. The Colour Of You
Lineup:
Jaakko Mäntymaa - Vocals
Nico Mänttäri - Guitars
Harri Sunila - Guitars
Niko Lindman - Bass
Nico Heininen - Drums
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Autor: Thomas
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Deathraiser (BR)
Genre: Thrash Metal
Label: Xtreem Music
Album Titel: Forged In Hatred
Spielzeit: 34:12
VÖ: 22.01.2026
Deathraiser aus Brasilien. Noch nie gehört von den Jungs. Thrash Metal? Da bin ich mal gespannt, ob das wieder eine dieser sogenannten Thrash Metal Bands ist, die erst Gas geben und dann den Großteil ihrer Songs gähnend langsam zu Ende bringen. Aber Moment mal; Südamerika liefert eigentlich fast immer ab. Ok, Player an und wow, da geht was!
Hier wird klar, dass keine Gefangenen gemacht werden, und wenn doch, dann ist deren Überlebenschance gleich null. Denn die rasend schnellen Riffs und das gnadenlose Tempo reißen alle Nacken in Stücke. Die Brasilianer ballern mit einer Vehemenz nach vorn, dass zwar auch mal Zeit zum Durchzuschnaufen ist, aber sonst der pure und brutale Thrash Metal zelebriert wird.
Die Jungs hauen dermaßen geile Riffs aus ihren Klampfen, dass man das einfach nur als krass bezeichnen kann. So geile Riffs hört man dieser Tage nicht so oft im schnellen Genre. Was das Ganze so brutal wirken lässt, sind die immer mal wieder gemäßigten Teile, in welchen Deathraiser Anlauf nehmen, um dann mit einer Wahnsinnsintention dem Hörer wieder in die Lauschlappen zu springen.
Über allem prangen die tiefteuflischen und fast schon hasserfüllt wirkenden Vocals. Die Rhythmussektion prügelt einem dazu den letzten Rest aus der Schädeldecke.
Im Beipackzettel werden Bands wie Sepultura, Kreator, Deathrow und Exodus angeführt, was es ziemlich genau trifft. Ich würde sogar noch Dark Angel aus alten Tagen hinzufügen wollen.
Fazit:
"Forged In Hatred" ist eine sehr imposante Darbietung, die mich gleich mal auf die Suche nach der 2011 erschienenen Prügelscheibe "Violent Aggression" schickt. Wer mal wieder eine totale Vollbedienung benötigt und auf oben genannte Bands kann, der muss sich dieses oberkrasse Teil holen. Ich hoffe, dass diese Band bei den massenhaften Veröffentlichungen heutzutage, ihren festen Platz finden wird. Hier wirkt nichts aufgesetzt und auf der Scheibe wird auch nicht herumgeblödelt, sondern virtuos und brutalst die Scheiße aus dem Hörer herausgeprügelt.
Punkte: 9,5/10
Anspieltipp: Alles
Tracklist:
01. Severe Atrocity
02. Primitive Medicine
03. Everything Dies
04. Corporation Parasite
05. Empire Of Ignorance
06. Symphony Of Violence
07. Toxic Legacy
08. One Step To The Grave
09. Dead Generation
Lineup:
Thiago Rocha - Vocals, Guitars
Ramon Bedim - Guitars
Junior Gaetho - Bass
William Fernandes - Drums
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Autor: Steiff
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Death Dealer (USA)
Genre: Power Metal
Label: Massacre Records
Album Titel: Reign Of Steel
Spielzeit: 44:38
VÖ: 23.01.2026
Death Dealer aus den USA gründeten sich erst 2012, zeigen aber eine rege Veröffentlichungsaktivität. Am besten lässt sich die Truppe als All-Star-Combo beschreiben, denn alle Mitglieder spielten oder spielen schon in anderen Bands wie Symphony X, Arkenstone, Manowar oder Warrior. Fünf Jahre nach dem letzten Werk erscheint im Januar mit "Reign Of Steel" Album Nr. 4.
Der Titel ist dabei Programm, beginnt das Werk doch mit "Assemble", das wie ein Aufruf zum Kampf wirkt, und der helle Schrei von Sänger Sean Peck tut sein Übriges dazu. Auch die Texte handeln zumindest teilweise von Schlachten.
Es entfaltet sich in den nächsten Titeln ein lupenreines Metal-Werk. Die Double-Bass-Drum ballert durch, die Gitarren galoppieren vorn weg und immer wieder bringt der Shouter (hier wörtlich zu nehmen) sein Organ in die hohen Tonlagen. Die gelegentlich eingestreuten Taktwechsel sorgen dabei nicht wirklich für Entspannung.
Gaben die ersten Titel richtig Vollgas, nicht zuletzt Track 4 "Bloodbath", so wird das Album ab "Raging Wild And Free" ruhiger. Diese Powerballade gibt Gelegenheit zum Durchatmen. Hier zeigt Sean Peck, dass er nicht nur schreien kann, wobei ich das positiv meine, da der ans Schreien grenzende Gesangsstil gut zu den Songs passt. Eine Ähnlichkeit zu Manowar habe ich aber kaum festgestellt.
Die Sechssaiter bleiben eher tief gestimmt, was aber einen guten Kontrast zum hellen Gesang bildet. Trotzdem die Drums leider etwas in den Hintergrund gemischt sind, mit ihrem dumpfen Klang, hat die Produktion dennoch dafür gesorgt, dass Musik und Gesang gut aufeinander abgestimmt sind und beides seinen Raum bekommt. Arten vorwiegend die ersten paar Songs teilweise in ziemliches Geknüppel aus, so kommt dennoch die Melodie nicht zu kurz. Die ganz großen Ohrwürmer aber fehlen leider. Die zweite Hälfte des Albums, mit den teilweise schleppenden Titeln, wirkt schlussendlich abwechslungsreicher als die erste Hälfte.
Fazit:
Ich habe einige Anläufe gebraucht, bis ich Zugang zu dem neuen Werk von Death Dealer gefunden habe. Hier gibt es wirklich lupenreinen Metal, auch wenn zumindest mich das häufige Geknüppel auf der Double-Bass-Drum etwas genervt hat. Mit zwei oder drei Songs, wie sie in der zweiten Hälfte geboten werden, hätte ich mehr Freude an dem Teil gehabt. Aber wer traditionellen Metal mag, liegt hier durchaus richtig.
Punkte: 6/10
Anspieltipp: Assemble, Raging Wild And Free
Tracklist:
01. Assemble
02. Devil’s Triangle
03. Riding On The Wings
04. Bloodbath
05. Raging Wild And Free
06. Blast The Highway
07. Compelled
08. Dragon Of Algorithm
09. Sleeping Prophet
10. Reign Of The Night
Lineup:
Sean Peck - Vocals
Ross "The Boss" Friedman - Guitars
Stu Marshall - Guitars
Mike LePond - Bass
Steve Bolognese - Drums
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Autor: Udo
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Nite Stinger (BR)
Genre: Hard Rock
Label: Pride & Joy Music
Album Titel: What The Nite Is All About
Spielzeit: 41:25
VÖ: 23.01.2026
Klassischer Hardrock aus Brasilien kommt mir jetzt auch nicht alle Tage unter. Das zweite Album der fünf Rocker aus Südamerika lehnt sich stilistisch an alte Hairmetal-Größen von Ratt bis Def Leppard an, poliert das Ganze aber mit einem modern gehaltenen Klangbild auf.
Somit klingt die Scheibe ein wenig wie ein aktuelles Werk von Ron Keel oder Tyketto und Konsorten, was hauptsächlich im Gesang zum Tragen kommt.
Songtechnisch liegen die stärkeren Nummern wie der stampfende Melodicrocker "The Night Is Never Over" der zum Mitsingen und sogar Faustrecken animiert, oder der sehr gelungene Titeltrack mit Gastsänger Steve Rachelle, der sonst bei Tuff oder Shameles am Mikro steht, klar vorn.
Der Feelgoo-Titel "High Above" erzeugt mit seinen "Oooh-Oooh"-Chören eine schön radiotaugliche Stimmung und das fetzige "Highway Bound" kann durch seine Eingängigkeit und mehrstimmigen Chöre gut mitreißen.
Dem entgegen stehen dann aber auch Titel wie "Love And Freedom" oder "Only You", die irgendwie nicht so recht zünden wollen, auch wenn sie – wie alle Titel auf dem Album – ordentlich gespielten Rock anbieten. Mit "All The Love That You Need" versucht man sich auf balladeskeren Pfaden, ist aber nicht konsequent genug, um einen Hit zu landen, da man dann doch wieder in den Midtempo-AOR-Bereich verfällt.
Fazit:
Insgesamt ist "What The Nite Is All About" ein modern und erwachsen klingendes Hard Rock Album mit viel Eingängigkeit, so manchem brauchbaren Hook, knackigen Riffs und unterhaltsamen Hard Rock-Songs, die zwar überzeugen, mich aber nie wirklich umgeworfen oder aus den Socken gehauen haben. Wer aber entspannten, gut gelaunten Hard Rock der alten Schule in Hochglanzsoundgewand sucht, ist hier goldrichtig aufgehoben.
Punkte: 7/10
Anspieltipp: The Night Is Never Over, What The Nite Is All About, Highway Bound
Tracklist:
01. You Know Why
02. Your Own Way To Be
03. The Night Is Never Over
04. Love & Freedom
05. Only You
06. Fantasy
07. What The Night Is All About
08. High Above
09. Highway Bound
10. All The Love That You Need
11. Reach The Sky
Lineup:
Jack Fahrer - Vocals
Bento Mello - Bass
Ivan Land Graf - Guitars
Bruno Marx - Guitars
Leandro Araujo - Drums
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Autor: Slaine
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Casket (D)
Genre: Death Metal
Label: Neckbreaker Records
Album Titel: In The Long Run We Are All Dead
Spielzeit: 44:34
VÖ: 23.01.2026
Die Baden-Württemberger Deather Casket formierten sich bereits 1990 und erspielten sich relativ schnell einen gewissen Ruf im Untergrund, was aufgrund des damals noch nicht vorhandenen Internets, deutlich schwieriger war als heute. Nach vier Demos zwischen ’92 und ’96 folgte dann mit "Under The Surface" das erste Langeisen. Nach einer längeren Pause und einer Demo 2002, folgte dann erst 2008 das Zweitwerk "Upright Decay", welches nach dem Tod von Michael Gleibs (2007, R.I.P.) nun zu dritt eingetütet wurde. Die folgenden Alben "Undead Soil" (2013) und "Unearthed" (2017) bekamen gute Kritiken und festigten den Ruf der Band in der Szene. Jetzt erscheint Album Nummer 5, das "In The Long Run We Are All Dead" getauft wurde, was die Feststellung der Tatsache ist, dass wir alle sterben werden.
Dass die Band am Beginn der 90er das Licht der Welt erblickte, erahnt man schon beim Vernehmen der ersten Töne des neuen Albums. Sofort ballern dir tiefe und drückende Riffs um die Ohren, die Schießbude feuert aus allen Rohren und der Bass pumpt wie Sau. Dazu gibt es fiese, tiefe Death-Vocals, welche sich auf dem schmalen Grad zwischen Growls und Grunts bewegen. Old School vom Feinsten, würde mein Schwager jetzt sagen.
In etwas weniger als einer Dreiviertelstunde bekommt der geneigte Hörer eine brutale Vollbedienung aus 9 Songs und zwei Interluden. Die Songs sind dabei alle zwischen knapp 4 und um die 5 Minuten lang, was man bei derart Death Metal auch nicht alle Tage serviert bekommt. Die Variabilität in den Stücken kommt dabei nicht zu kurz, was dem Old School Grundtenor der Scheibe eine moderne Note beimischt. Die Band arbeitet dabei sehr geschickt mit Tempo, Rhythmuswechsel und Breaks, aber auch so manche Death Metal-typische Dissonanz wohnt dem Ganzen inne. Wenn dann auch noch ein prägnanter Groove, wie z. B. in "Seeds Of Desolation" oder "Skull Bunker" auftaucht, kann niemand mehr stillsitzen. Auch sehr markant: das stakkato-mäßige Riffing in "Strangulation Culture". Die Interluden kommen mit Samples daher und erzeugen eine gewisse Atmosphäre, die auch mal leicht spacige Züge annimmt. Dies lockert das ohnehin schon sehr variable Songwriting zusätzlich auf, beraubt das Album aber weder seiner Brutalität noch seiner Dunkelheit. Nicht zuletzt die fette, saubere Produktion, welche aber nicht zu glatt daherkommt, sorgt für einen mächtigen Sound.
Fazit:
Auch wenn Casket bereits seit 35 Jahren am Start sind und man ihnen anhört, aus welcher Zeit sie kommen, "In The Long Run We Are All Dead" klingt alles andere als altbacken. Nein, das Album zelebriert Old School Death Metal, der weder neu erfunden wird, noch in Nostalgie verfällt, aber Altbewährtes geschickt über Generationen hinweg weiterträgt.
Punkte: 8/10
Anspieltipp: Seeds Of Desolation, Skull Bunker, Strangulation Culture
Tracklist:
01. The Will To Comply
02. Highest Thrones
03. Mirrors
04. Seeds Of Desolation
05. Hammer, Knife, Spade
06. Skull Bunker
07. Necrowaves
08. Mainstream Mutilation
09. Fundamental Rot
10. Strangulation Culture
11. Graveyard Stomper
Lineup:
Schorsch - Vocals, Guitars
Susi - Bass
Marinko - Drums
https://www.facebook.com/casketdeath
https://casketdeath.bandcamp.com
Autor: Thomas
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Obscurity (D)
Genre: Melodic Viking Black / Death Metal
Label: Trollzorn Records
Album Titel: Ascheregen
Spielzeit: 50:13
VÖ: 29.01.2026
Die bergischen Löwen von Obscurity sind seit ihrem 2000er Debütalbum "Bergisch Land" eine feste Bank im harten, heidnischen Sektor. Das neunte Album "Ascheregen" liegt mir nun vor, welches auch wieder aus dem Hause Trollzorn Ende Januar 2026 auf die Hörerschaft losgelassen wird.
Schreihals Agalaz wechselt zwischen kehligen Growls und schwarzmetallischem Keifen. Die Axtfraktion Grimnir und Njalvar schreddert herrliches Riffing in die Lauscher und wird dabei mit einer wuchtigen Schießbude von Isarn und Vidars donnerndem Tieftöner unterstützt.
Das Songwriting kann durchaus als "typisch" bezeichnet werden, da der gesamte Sound schon nach den ersten Sekunden einen absoluten Wiedererkennungswert besitzt, was die Formation von anderen Bands abhebt. Diese Beständigkeit und Verlässlichkeit sind gerade in unseren schwierigen Zeiten wichtiger denn je. Der Gesang ist komplett in Deutsch gehalten, sodass die Texte verständlich sind und nach einigen Durchläufen schnell hängen bleiben. Die Intensität der Stimmfarbe lässt das Gefühl von Frust und Wut hier besonders gut zur Geltung kommen. Durchatmen und zurücklehnen ist auf dieser Langrille zum Glück Fehlanzeige.
Der Bangerfaktor ist hier ständig auf Anschlag und dennoch kann viel Abwechslung in den Strukturen der Liedkunst bescheinigt werden. Tempowechsel, Fill-Ins oder Melodiebögen geben sich hier die Klinke in die Hand. Bei "Runar Vig" ist sogar Erik Grawsiö von Månegarm als Gastsänger aktiviert worden. Die Stücke können durchgehend überzeugen, was es schwer macht, hier Favoriten herauszupicken. Nach einigen Durchläufen haben sich aber dennoch drei Lieder für mich persönlich an die Spitze gesetzt.
Fazit:
Obscurity hauen uns allerfeinste Wutzbatzen bezüglich Text und Mucke um die Ohren. Voller Kampfeslust lärmen sie sich durch die 50 Minuten Spielzeit. Gegen die Kirche und ihre barbarische Christianisierung bis zu den abartigen Auswüchsen unserer Zeit wird das musikalische Schwert geschwungen. Ich freue mich schon, die Titel dann Ende 2026 auf dem Wodanaz Fest in Regensburg live zu hören. Die Herren schaffen es erneut, ein mächtiges Biest an melodischem Viking Black-Death Metal zu kreieren. Hier dürfen alte Verehrer ebenso ohne zu zögern zugreifen wie Neuentdecker!
Punkte: 9/10
Anspieltipp: Blutgebet, Runar Vig, Dystopie und Schwanengesang
Tracklist:
01. Initium Dekadentiae
02. Flammentaufe
03. Schwur
04. Blutgebet
05. Dreifaltigkeit
06. Ascheregen
07. Ketzerjagd
08. Läuterung
09. Bekehrung
10. Runenwinter
11. Rúnar Víg
12. Dystopie Und Schwanengesang
Lineup:
Agalaz - Vocals
Grimnir - Guitars
Njalvar - Guitars
Vidar - Bass
Isarn - Drums
https://www.facebook.com/obscuritybergischland
https://www.obscurity-online.de
Autor: Blacky
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Band: Teutonic Slaughter (D)
Genre: Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
Album Titel: Cheap Food
Spielzeit: 36:25
VÖ: 16.01.2026
Teutonic Slaughter melden sich Anfang 2026 mit ihrem dritten Studioalbum "Cheap Food" auf der metallischen Bildfläche zurück. Veröffentlicht wird die neue Langrille bei Thomas "Duck" Dargel im Hause Iron Shield Records. Mit neuem Schlagzeuger Nico und Gitarrist Ivan, spielt man seit 2023 in der aktuellen Besetzung. Ich war daher gespannt auf das, was das neu zusammengesetzte Quartett auf Werk Nummer drei abliefern würde.
Eröffnet wird die Platte mit einem gesprochenen Intro, welches das Geschehen des Geiseldramas von 1988 in Gladbeck chronologisch erzählt, als wären es die aktuellen Nachrichten. Dies soll thematisch auf den Opener "Hostage" hinführen, mit welchem die musikalische Reise auch beginnt.
Herrlich sägende Gitarrenriffs und durchdacht "fidelnde" Soli machen hier von Anfang bis Ende richtig Druck und exzellente Stimmung. Die Axtfraktion um Ivan und Philip leistet hier ganze Arbeit, was sie auch immer wieder im zweistimmigen Duett unter Beweis stellt. Der Wechsel von Riffing mit Solo zu Twinguitar-Action ist besonders bei "Give Em Hell" wahrzunehmen. Dazu kommt der prächtig giftige Keif- und Schreigesang von Philip, welcher eine herrlich bösartige Stimmung erzeugt. Die Schießbude von Nico ballert und hämmert, wenn es sein muss, hier alles in Grund und Boden, kann aber auch zum richtigen Zeitpunkt den Groove-Faktor würdig zelebrieren. Unterstützt wird er hierbei von Fabian am Tieftöner. Thematisch endet der letzte Song wieder beim Geiseldrama von Gladbeck, als am Ende der Nachrichtensprecher das Stück sozusagen ausklingen lässt.
Auch wenn das metallische Inferno nach etwas mehr als 36 Minuten schon wieder vorbei ist, so bleibt ein zufriedenes Grinsen in meinem Gesicht zurück. Zackiger, voller Spielfreude strotzender Thrash Metal kommt nicht mehr alle Tage aus deutschen Landen.
Fazit:
Die Jungs aus Gladbeck liefern mit dem neuen Silberling ihr bis dato bestes Werk der Bandgeschichte ab. Ideenreiche, grandiose Melodien mit pfeilschnellem Riffing treffen hier durchgängig ins Schwarze. Energiegeladener Thrashmetal der alten Schule keift und beißt sich durch die gesamte Länge. Teutonic Slaughter haben Bock zu zocken, was man zu jeder Sekunde auf dem neuen Album hören kann! Wieder einmal zeigt sich, dass die neue Generation Thrasher die alten Helden um Längen überholt hat. Buy or die!
Punkte: 9,5/10
Anspieltipp: alles
Tracklist:
01. Intro
02. Hostage
03. Cheap Food
04. Redistribution
05. Witches Rock 'N' Roll
06. Eviscerating Surgery
07. Fight The Reaper
08. Give Em Hell
Lineup:
Philip Krisch - Vocals, Guitars
Ivan Almeida - Guitars
Fabian Kellermann - Bass
Nico Iserloh - Drums
https://www.facebook.com/teutonicslaughter
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Autor: Blacky
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Re: REVIEWS 2026 VON DER METAL ONLY REDAKTION

Band: Course Of Fate (N)
Genre: Progressive Metal
Label: ROAR
Album Titel: Behind The Eclipse
Spielzeit: 45:21
VÖ: 30.01.2026
Bereits 2003 gegründet, erscheint das erste Langeisen der norwegischen Progressive-Metaller erst im Jahr 2020. Bis dahin gab es lediglich drei Demos und eine EP. Dass es 17 Jahre bis zu einem Longplayer benötigte, scheint aber Gründe gehabt zu haben. Denn das lange Arbeiten am Debütalbum "Mindweaver" hat sich gelohnt. Nicht grundlos hat es sehr gute Kritiken bekommen und es wurden gar Querverweise z. B. zu Queensrÿches "Operation Mindcrime" oder auch Pink Floyds "The Wall" gezogen. Nun stehen die Norweger mit ihrem dritten Album in den Startlöchern, welches "Behind The Eclipse" betitelt wurde und sich in acht Tracks dem Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit widmet. Wobei dies kein Konzeptalbum ist, sondern eher eine Aneinanderreihung von Songs, welche jeder auf seine Weise das Thema "beleuchten".
Das Album startet mit "Memories", einem einminütigen Intro aus ganz ruhigen Klängen und gesprochenen Worten. Hier wird eine Atmosphäre erzeugt, welche direkt Spannung aufbaut auf das, was folgt. Aus dem Intro geht dann auch direkt der Titelgeber "Behind The Eclipse" hervor. Hier startet man fast doomig, mit tiefen, fetten Riffs, starkem Bass und druckvollen Drums, bevor man dann einen zarten Moment einbaut und mit cleanen Vocals, einer feinen Melodie und progressiven Hooks fortfährt. Mit Breaks, Dissonanzen und Tempowechseln sorgt man immer wieder für Abwechslung, was den 10-Minuten-Song relativ kurzweilig macht. Das Solo in der zweiten Hälfte der Nummer, setzt dem Ganzen die Krone auf, und wenn der emotionale Gesang und der Chor dazukommen, nimmt dich dieser Song endgültig gefangen. Das Wechsel-, aber auch Zusammenspiel von zarten und aggressiven Parts wird hier brillant umgesetzt. Allein für dieses Stück lohnt sich das Album.
Songs wie "Sky Is Falling" oder auch "Acolyte" halten dann zusätzlich noch härtere, verzerrtere Gitarren bereit, und auch der Prog-Anteil ist hier noch mal deutlicher zu vernehmen. Diese beiden Stücke zählen wohl zu den härtesten, die die Band bisher geschrieben hat. Aber auch hier wird geschickt im Tempo variiert und mit vertrackten Parts und feinen Melodien gespielt. Im Letzteren wird dann mit Pianoklängen und Chor wieder eine feine Atmosphäre erzeugt. Ein Stück wie "Hiding from the Light" kommt teilweise wie eine Mischung aus Queensrÿche und Pink Floyd in Schnell daher und hat richtig "fiese" Metalparts in petto, welche auch schon mal mit Vocals daherkommen, wie man sie im Black Metal nutzt.
Für die ganz ruhigen Momente sorgt "Don't Close Your Eyes", eine traurig schöne Ballade mit Streichern und warmen Gesang. Dieses Stück zieht dich mit seiner sanften, zarten Atmosphäre ganz tief in seinen Bann. Wenn das Cello und der Kontrabass (glaube ich, vernommen zu haben) Atmosphäre erzeugen, könnte das den einen oder anderen auch schon mal zu einer Träne rühren. Ganz stark!
Auch wenn "Neverwhere", mit seinen teilweise opulenten Zügen, das Album würdevoll abschließt, so wäre für meinen Geschmack "Don't Close Your Eyes" doch passender als finaler Song gewesen.
Fazit:
"Behind The Eclipse" ist den Norwegern mehr als nur gelungen. Mit detaillierten, ausgeklügelten Kompositionen zieht man den Hörer in seinen Bann und nimmt ihn mit, um gemeinsam zu schauen, was wohl "hinter der Sonnenfinsternis" passiert. Dass der Fünfer dabei technisch hoch versiert zu Werke geht, ist in jeder Sekunde zu hören und lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie genau wissen, was sie tun. Das dritte Course Of Fate Album schafft einen großartigen Spagat zwischen vertrackter Progressivität, Eingängigkeit, fragilen Melodien und emotionaler Härte. Auch wenn hier wieder Verweise zu Queensrÿche oder Dream Theater gezogen werden können, haben Course Of Fate definitiv einen eigenen Charakter und schaffen es damit auch Fans abseits des Prog mit ins Boot zu holen.
Punkte: 9/10
Anspieltipp: Alles
Tracklist:
01. Memories
02. Behind The Eclipse
03. Sky Is Falling
04. So It Goes
05. Acolyte
06. Hiding From The Light
07. Don't Close Your Eyes
08. Neverwhere
Lineup:
Eivind Gunnesen - Vocals
Kenneth Henriksen - Guitars
Fredrik Jacobsen - Guitars
Torstein Haakafoss - Bass
Per-Morten Bergseth - Drums
https://www.facebook.com/courseoffate
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Autor: Thomas
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